Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 10,2 °C erkennbar über dem Schnitt (normal 9,6°C).
Es gab 3 warme Tage (normal 2), 4 kalte Tage (normal 6) und keinen Frosttag (normal 3).
Das Tagesmaximum von 22,3 °C wurde am 28. um 13 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 0,6 °C am 31. um 7 Uhr. Das ständige Auf und Ab des Luftdruck war mit verantwortlich für die unbeständige Witterung und resultierte in einem Schnitt von 1016,3 hPa
Erwähnenswert:
Zuerst sah es so aus, als würde der oft genannte „Goldene Oktober“ heuer komplett ins Wasser fallen. Dies zeigte sich vor allem beim Sonnenschein, aber auch bei einer hohen Unbeständigkeit des Wetters sowie einem ständigen Auf und Ab der Temperaturen. Nur 2 Tage mit 8 Stunden Sonne sagten bereits alles und dafür 14 Tage mit nur einer Stunde oder weniger verstärkten den schlechten Eindruck. Erst im letzten Drittel war ein kompletter Umschwung in Sicht, es wurde doch noch „golden“. Dennoch war es kein Vergleich mit einem Oktober wie 2003, der 122 Sonnenstunden erbrachte oder Oktober 2011, der uns noch 7 warme Tage bescherte. Wir beendeten den Monat mit nur 72 Stunden Sonnenschein (normal 104).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 60,6l/m² fast im Schnitt (8% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 16,2 Litern erzielten wir am 5. - bei anhaltendem Regen zwischen 10 Uhr und 16 Uhr.
Mit 18 Niederschlagstagen übertrafen wir deutlich den Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 28. um 19 Uhr 10 mit 42 km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 5,7 km/h sehr niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Ost-Südost
Interessant am Rande:
Die Niederschlagsverteilung war recht unterschiedlich. Es gab viele niederschlagsfreie Tage, aber auch Tage mit Regenmengen von 5 bis 16 l/m². So war dann bis Monatsende das Niederschlags-Soll ziemlich genau erreicht. Nebel war kein großes Thema: nur 7 Nebeltage anstatt 11.
Die Herbststürme blieben diesen Monat im Gegensatz zu den verheerenden Orkanböen in Norddeutschland noch aus und wir verzeichneten nur 4 Tage mit 30 km/h oder mehr, die Windmenge lag sehr niedrig (bisher windärmster Monat des Jahres)
Gesamteindruck
Nach einer kalten Nacht konnten wir ab dem 2. einen wolkenlosen Himmel bei allerdings frischem Ostwind genießen. Damit war es leider am 4. wieder vorbei, die Temperaturen bewegten sich nur noch bei maximal 10 - 12 Grad und es setzte erheblicher Regen ein. So richtig krass ging die Temperatur aber erst am 11. nach unten mit einem Schnitt von nur noch 5 Grad. Trübe Tage mit hochnebelartiger Bewölkung begleiteten uns nun schon seit 8 Tagen bis zum 13., an dem sich endlich die Sonne mal wieder für 7 Stunden blicken ließ. Dies war allerdings eine Eintagsfliege. Schon am 15. wurden wir ab 16 Uhr mit Dauerregen eingedeckt, der sich am 16. bis in die Morgenstunden fortsetzte. Kaum zu glauben, dass sich ab dem 18. ein Wandel anbahnte. Es wurde wärmer (bereits 17 Grad) und nach Nebelauflösung schien am 18. ganztägig die Sonne. Nachdem dann noch Warmluft aus dem Süden zu uns vordrang (Dank an Tief „Yannick“), konnten wir am 28. bei beachtlichen 22 Grad spätsommerliche Temperaturen genießen. Mit einem Temperatursturz endete der Monat. Insgesamt betrachtet war es in den beiden ersten Dritteln ein enttäuschender Herbstmonat mit zu wenig Sonnenschein. Erst das letzte Drittel entschädigte mit relativ hohen Temperaturen.