Temperatur/Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 15,7 °C über dem Schnitt (normal 14,3 °C). Es gab keinen kalten Tag (normal einen), 20 warme Tage (normal 16), 12 Sommertage (normal 6) und 4 heiße Tage (normal keinen).
Das Tagesmaximum von 31,4 °C wurde am 26.5. um 15 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 2,6 °C am 17.5 um 6 Uhr 05. Der Luftdruck bewegte sich in der ersten Monatshälfte fast nur im Tiefdruckbereich, in der zweiten Hälfte dann meist im Bereich hohen Drucks, was zu einem Schnitt von 1015,3 hPa führte.
Erwähnenswert:
Der
Mai überraschte im ersten Drittel mit Temperaturen, die mit einem
Schnitt von 15 Grad deutlich über dem Normalwert lagen. Auch die
Zahl der Stunden mit Sonnenschein war beeindruckend. Doch mit einem
Tag Verspätung meldeten sich die Eisheiligen zu Wort. Die
Nachttemperatur ging auf 2,6 Grad zurück und eiskalte Windböen
waren trotz teilweisem Sonnenschein recht unangenehm.
Doch pünktlich
ab dem 16. Mai war der Spuk vorbei und der Mai stellte mit einer Maximaltemperatur von 31,4 Grad einen in diesem Monat noch nicht dagewesenen Rekord auf.
Ähnlich
wie im April war diesen Monat der Sonnenschein recht
zufriedenstellend, denn mit 266 Sonnenstunden wurde das Soll von 200
Stunden markant überschritten.
Niederschlag/Wind
Die
Niederschlagsmenge lag mit 35,2
l/m²
katastrophal unter dem Schnitt
(normal
82,4 l/m²).
Den
höchsten Tageswert
mit nur 8,8
l/m²
erzielten
wir am 31. Mai. Mit
11 Niederschlagstagen
lagen wir erkennbar unter dem Schnitt (normal
14).
Die
höchste Windgeschwindigkeit
wurde am 6.5. um 18 Uhr 50 mit 47
km/h
gemessen
(windgeschützte Lage). Die
durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,8 km/h im
Normalbereich und der Wind wehte
fast nur aus Nordwest
Interessant am Rande:
Nach 22 Tagen Trockenheit wurde dieser Rekord am 6. Mai
schlagartig mit einer Regenmenge von 6,2 Liter pro Quadratmeter
beendet, was für die Natur aber mehr als dringend notwendig war.
Nach weiteren sieben Tagen ohne Niederschlag setzte leichter Regen ab
dem 10. Mai ein und der Niederschlagsmangel wurde zumindest minimal
verringert.
Im weiteren Verlauf bis über die Pfingsttage hinaus war
Niederschlag ein Fremdwort.
Die
Windmenge war im April überschaubar, denn wir hatten nur 4 Tage mit
heftigen Böen
(normal
5).
Erst am letzten Tag des Monats sorgte heftiger
Niederschlag mit 8,8 l/m² für einen leichten Ausgleich.
Dennoch endete der Monat mit einem Niederschlags-Minus
von 42 Prozent. Kein Wunder, dass die Waldbrandgefahr in unserem Raum
auf Stufe 4 (von 5 möglichen Werten) stieg.
Gesamteindruck
Der Start in den Mai ließ keine Wünsche offen:
ganztags Sonnenschein und ein erster Sommertag mit 25,9 Grad, dem am
Tag danach ein zweiter mit 27,2 Grad folgte. Doch stark sinkender
Luftdruck am 5. Mai kündigte einen Wetterumschwung an, der am Tag
danach eintrat. Ein heftiges Gewitter gegen Abend mit Sturmböen und
Regen beendete schlagartig die Schönwetterperiode. Damit einher ging
ein merklicher Temperaturrückgang auf Werte im Bereich 10 Grad. Doch
bereits am 8. Mai bahnte sich eine Besserung an und die Sonne ließ
sich schon ab dem Vormittag wieder sehen. Das Ganze gipfelte am
Folgetag mit einem Wert von 24,5 Grad, also fast einem Sommertag.
Jedoch wurde noch am Abend desselben Tages mit Sturm und Regen dem
freundlichen Wetter ein Ende gesetzt, die Eisheiligen schlugen zu.
Eine merkliche Besserung stellte sich erst ab dem18. Mai ein, als die
Nachttemperatur nur noch 8 Grad betrug und die Tagestemperatur auf
20,4 Grad stieg.
Nun sorgte ein kräftiges Hoch, das sich zwischen die
Tiefdruckgebiete in unserem Raum schob dafür, dass bereits schon vor
Pfingsten die Temperatur auf 26.4 Grad bei ganztägigem Sonnenschein
stieg. Die große Hitzewelle erreichte unseren Raum dann an den
Pfingstfeiertagen, als bei wolkenlosem Himmel die Temperatur 31,4 Grad erreichte, eine für den Monat Mai ungewöhnliche Hitze.

Insgesamt betrachtet war der Mai ein angenehmer Frühlingsmonat mit wenig Niederschlag, sehr viel Sonnenschein und außerordentlich hohen Temperaturen.



