Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 16,6 °C erkennbar unter dem Schnitt (normal 17,4 °C).
Es gab 19 warme Tage (normal 23), 10 Sommertage (normal 11) und keinen Tropentag (normal 2).
Das Tagesmaximum von 29,4 °C wurde am 27. um 16 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug8,3 °C am 8. um 7 Uhr 20.
Der Luftdruck verlief seit seinem Tiefpunkt am 4. unter Schwankungen ständig aufwärts und erzielte damit doch noch einen Schnitt von 1012,9 hPa
Erwähnenswert:
Ähnlich wie die Eisheiligen im Mai suchte uns im Juni die sog. Schafskälte heim, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 - 90 Prozent auftritt. Heuer traf sie überpünktlich ein und ließ die Temperatur ab dem 4. Juni stark sinken. Am 7. Juni wurde dann nur noch ein Schnitt von 11 Grad erreicht. Erst nach sieben Tagen war der Spuk vorbei. Dennoch war der Temperaturschnitt bis über die Monatsmitte hinaus zwei Grad zu niedrig. Erst die letzte Woche ließ den Schnitt rasant ansteigen. Dies führte zu drei Gewittern, womit das Soll von vier Gewittern fast erreicht war. Von der Sonne wurden wir diesen Monat nicht verwöhnt. Lediglich vier Tage mit zwölf Stunden Sonne waren nicht überwältigend, zumal an elf Tagen nur zwei Sonnenstunden oder weniger erreicht wurde. Entsprechend dürftig warf die Bilanz mit 185 Sonnenstunden (normal 214).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 100,8 l/m² deutlich über dem Schnitt (24 % mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 22,6 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 14. bei Niederschlägen zwischen 5 Uhr und 11 Uhr.
Mit 19 Niederschlagstagen lagen wir merklich über dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27. um 18 Uhr 05 mit 44km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,9km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte überwiegend aus Nordwesten
Interessant am Rande:
Trocken wie der Mai endete begann auch der Juni. Doch bereits am 4. des Monats wurde diese Phase beendet und nahezu täglicher Niederschlag spendierte der durch die Trockenheit geplagten Natur Erholung. Wie unterschiedlich Niederschlag allerdings fallen kann, wurde am 19. Juni demonstriert. Eine Gewitterzelle am Rande von Donauwörth brachte für die Stadt praktisch keinen Niederschlag, ließ aber in Daiting und Umgebung eine Regenmenge von 50 – 70 Litern pro Quadratmeter herunterprasseln. In Donauwörth überraschte dafür am 27. Juni ein schlagartig einsetzendes Gewitter mit Starkregen und Hagel.
Die Windmenge lag für Juni im üblichen Bereich sowie ebenfalls die Zahl der 4 Sturmtage (normal 3).
Gesamteindruck
Der Start in den Juni verlief zunächst bilderbuchartig mit ganztägigem Sonnenschein und drei aufeinanderfolgenden Sommertagen. Doch starker Luftdruckabfall deutete einen Rückschlag an. Der stellte sich am 4. Juni bei einem Temperaturrückgang um sieben Grad und merklichem Niederschlag ein. Auch der Fronleichnamstag am 11. Juni zeigte sich noch nicht berauschend. Erst am nächsten Tag zeichnete sich ein Ende des Kälteeinbruchs ab, die Temperatur stieg sprunghaft auf 28 Grad. So konnten wir nach acht Tagen endlich wieder zwei Sommertage ohne Niederschlag bei fast wolkenlosem Himmel genießen. Die Ernüchterung kam am 14. Juni. Seit den Morgenstunden fiel, mit einem leichten Gewitter verbunden, heftiger Regen, der sich bis zum Mittag fortsetzte und mit 22,6 Litern pro Quadratmeter der bisher höchste Niederschlag des Jahres war. Von einem Unwetter wie in vielen Teilen Bayerns blieb der Landkreis verschont. Eine stabile Tiefdruckrinne sorgte dafür, dass kein Umschwung in Sicht war. Für einen Sommermonat eher ungemütlich, nämlich mit ständigen Regenfällen und zu wenig Sonne ging es bis zum 17. Juni weiter. Doch auch danach waren kurze Schauer an der Tagesordnung. Aber pünktlich zum astronomischen Sommeranfang setzte die Wende ein, eine rasante Aufholjagd begann. Die Temperatur stieg ständig an und ab dem 22. Juni folgte dank Hoch „Utz“ ein Sommertag auf den anderen. Am 27. Juni unterbrach unwetterartiger Starkregen mit Sturm, Gewitter und Hagel einen heißen Sommertag.
Insgesamt betrachtet war der Juni zu kühl bei zu wenig Sonnenschein und einem deutlichen Niederschlagsüberschuss.