Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,3 °C extrem über dem Schnitt (normal 17,4 °C). Wärmster Juni nach dem Ausnahmemonat Juni 2003, der 22,1 Grad aufzuweisen hatte.
Es gab 28 warme Tage (normal 23), 21 Sommertage (normal 11) und 9 heiße Tage (normal 2).
Das Tagesmaximum von 34,9 °Cwurde am 26. um 16 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug8,3 °Cam 7. um 5 Uhr 50.
Der Luftdruck bewegte sich meist im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1015,6 hPa führte
Erwähnenswert:
Das erste Monatsdrittel erwies sich bereits als recht warm, lag doch die Durchschnittstemperatur 1,9 Grad über dem Schnitt. Die gern zwischen dem 4. und 20. Juni auftretende Schafskälte machte sich nur in sehr geringem Umfang bemerkbar. Trotz der in der letzten Monatswoche auftretenden Hitzewelle lagen wir mit 4 Gewittern genau im Schnitt.
Mit der Ausbeute an Sonnenstunden konnten wir zufrieden sein. Erzielten wir doch 14 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr, dabei war kein einziger Tag völlig ohne Sonnenschein und am Ende wurde mit 287 Stunden das Soll um 34 % überschritten.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 102,4 l/m² deutlich über dem Schnitt. Den höchsten Tageswert mit 72,0 Litern erzielten wir am 22. bei Stark- und Dauerregen von 14:30 Uhr bis 23 Uhr.
Mit 12 Niederschlagstagenlagen wir unter dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeitwurde am 7. um 22 Uhr 25 mit 55 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,7 km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte überwiegend aus Osten
Interessant am Rande:
Das Thema Trockenheit ging und ging nicht zu Ende. Bis zum 14. Juni waren gerade mal 6 l/m² gefallen. Erst ab dem 15. schickte das Wetter sich an, diesen enormen Wassermangel etwas aufzufüllen. Dann änderte sich alles blitzartig. Am 22. fiel von 14 Uhr bis 24 Uhr, begleitet von mehreren Gewittern, die Rekordmenge von 72 l/m² und übertrumpfte damit den bisherigen Spitzenwert von 71,6 l/m² vom 29.5.2007. Kein Wunder, dass die Feuerwehr lange Zeit in Atem gehalten wurde.
Vor heftigem Sturm blieben wir verschont und zählten auch nur 3 Sturmtage (normal 4). Auch die Windmenge lag im üblichen Bereich.
Gesamteindruck
Der meteorologische Sommeranfang begann, wie man es sich wünscht, nämlich mit ganztägigem Sonnenschein und einem ersten Sommertag, dem am 3. dann der erste heiße Tag mit 32 Grad folgte. Ein sich daraus entwickelndes Gewitter zog südöstlich an uns vorbei. Am 6. erfolgte eine Abkühlung um fast 10 Grad, doch dringend erforderlicher Niederschlag blieb aus, zumal am Folgetag bei wolkenlosem Himmel die Temperatur erneut 28 Grad erreichte. Erst am Pfingstsonntag fiel gegen Abend leichter Niederschlag. Vor einem Unwetter, das am 10. über Südbayern hereinbrach, blieben wir verschont. Dennoch schaltete der Sommer ein bisschen auf Sparflamme. Das änderte sich am14. schlagartig und bei wolkenlosem Himmel wurden schwül-warme 30 Grad erreicht. Nach einem Gewitter am Abend des 15. fiel Niederschlag, der sich in der Nacht des 16. fortsetzte und endlich mit 16 Liter pro Quadratmeter eine spürbare Regenmenge brachte. Luftdruckanstieg sorgte dafür, dass das sommerliche Wetter erneut Fahrt aufnahm. Doch ausgerechnet ab dem astronomischen Sommeranfang schwächelte er etwas. Zwei Tage später die Wende: Hochsommer pur bei Temperaturen, die die 30 Grad-Marke immer wieder überschritten, wozu wolkenloser Himmel enorm beitrug. Am heißesten Tag des Monats wurden 34,9 Grad erzielt, ein Wert, der nur noch in den Jahren 2014 und 2013 im Juni erreicht wurde. Nicht erstaunlich, dass damit sogar eine Tropennacht auftrat, ein bei uns eher selten Ereignis.
Insgesamt betrachtet war der Juni ein sehr sonniger Monat, überaus warm und in weiten Teilen zu trocken, auch wenn am Ende das Niederschlags-Soll mehr als erfüllt wurde.