Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 16,6 °C erkennbar unter dem Schnitt (normal 17,3°C).
Es gab nur 16 warme Tage (normal 22), 8 Sommertage (normal 10), dafür sogar 4 heiße Tage (normal 2).
Das Tagesmaximum von 34,8 °C wurde am 19. um 16 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 6,2 °C am 3. um 7 Uhr. Der Luftdruck war durch ein ständiges Auf und Ab gekennzeichnet und lag im Schnitt bei 1015,2 hPa
Erwähnenswert:
Der Monat wies extreme Temperaturgegensätze auf. Selten beginnt der Juni so kalt wie dieses Jahr. Bis zum 4. lag die Temperatur 7,7 Grad unter dem Monatsschnitt. Das sind Werte, wie sie in einem kühlen Aprilmonat zu finden sind. Bemerkenswert ist auch, dass erst am 8. Juni der erste Sommertag des Jahres erzielt wurde. Dieser späte Termin kommt sehr selten vor, letztmals im Jahr 2004. Ein grundlegender Wandel und extremer Gegensatz zeichnete sich ab, als am 17. heiße Luft aus Nordafrika die Temperatur sprunghaft nach oben schnellen ließ und für Temperatur-Rekordwerte sorgte.
Die Ausbeute an Sonnenschein war nicht ganz so schlecht wie empfunden. Immerhin erzielten wir zumindest 8 Tage mit 12 Stunden Sonne, allerdings auch 7 Tage mit nur einer Stunde oder weniger. Am Ende kamen wir auf 198 Stunden(normal 214).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 103,8l/m² deutlich über dem Schnitt (29% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 43,8 Litern erzielten wir am 10. - bei Dauerregen am Vormittag und Starkregen ab 16 Uhr.
Mit 18 Niederschlagstagen lagen wir über dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 13. um 23 Uhr 50 mit 44km/h bei plötzlich auftretenden Böen gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,7 km/h im üblichen Bereich. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
Bei anhaltendem Regen am Monatsanfang wurde bis zum 3. bereits 34% des Monatsniederschlags erzielt. Nach erheblichem Niederschlag am 10. waren 80% des Monatssolls erreicht, was die Hochwassersituation nicht gerade entspannte. Weitere Starkregenfälle sorgten dafür, dass das Monatssoll deutlich überschritten wurde.
Mit 3 Gewittern (normal 4) kamen wir recht gut weg, doch traten immerhin an 6 Tagen Windgeschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr auf auch wenn die Gesamt-Windmenge recht gering war.
Gesamteindruck
Der Start in den Juni zeigte sich genauso trostlos, wie der Mai endete: Dauerregen und Sturm. Erst am 4. wagte sich die Sonne für 7 Stunden hervor und in den nächsten Tagen bekamen wir zumindest einen Vorgeschmack auf den Sommer, auch wenn bis zum 7. immer noch kein Sommertag erzielt wurde. Genau für zwei Tage kam dann eine Andeutung von Sommer auf, doch ein recht ortsfestes Tief bescherte uns am 10. schon wieder Starkregen mit einer Regenmenge von 43,8 l/m², die in benachbarten Gemeinden noch deutlich höher ausfiel. Am 13. schien endlich der Sommer einzukehren: wolkenloser Himmel und Temperaturen bis 28 Grad. Leider erfolgte durch das Tief „Jörn“ am nächsten Tag schon wieder ein Rückschlag. Erst am 16. bahnte sich ein Wechsel an, der uns in den Folgetagen mit voller Wucht traf: nahezu 35 Grad ließen die ersten Menschen schon wieder über die Hitze stöhnen. In der Nacht des 19. verzeichneten wir ein bei uns sehr seltenes Ereignis, nämlich eine sog. Tropennacht, d.h. die Temperatur sank nicht unter 20 Grad (letztmals im August 2003). Am 20. beendete ein Gewitter mit Starkregen (Regenrate 213 l/m²) die brütende Hitze und der Juni klang kühl, regnersich und damit wenig sommerlich aus. Insgesamt betrachtet war der Monat von extremen Temperaturgegensätzen sowie Regenüberschuss und Sonnenmangel geprägt.