Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 17,5°C geringfügig über dem Schnitt (normal 17,3°C).
Es gab 21 warme Tage (normal 22), 13 Sommertage (normal 10) und sogar 3 heiße Tage(normal 2).
Das Tagesmaximum von 31,7 °C wurde am 29. um 13 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 9,2 °C am 11. um 4 Uhr 25.
Der Luftdruck wies im ersten Monatsdrittel Monatsbeginn heftigere Schwankungen auf und der Schnitt lag bei 1014,5 hPa
Erwähnenswert:
Nach einem Hochsommeranflug ab dem 3. (fast 30°C am 5.) ging es bis zum 11. mit den Temperaturen spürbar bergab. Auch heuer schien sich, wie in den letzten Jahren, die „Schafskälte" in stark gemilderter Form bemerkbar zu machen. Doch bereits am 14. war dieses Temperaturtief überwunden, das erst am 18. und 24. nochmals für 2 Tage zurückkehrte. Ab dem 26. kehrte dann endgültig bereits jetzt der Hochsommer ein. Bisherige Bilanz: im ersten Halbjahr dieses Jahres war jeder Monat zu warm, besonders der April.
Von der Sonne wurden wir in der ersten Monatshälfte nicht besonders verwöhnt. Bis Monatsmitte waren erst 30% der üblichen Sonnenstunden des Monats erreicht. Auch im weiteren Verlauf konnte das Defizit nicht mehr so richtig ausgeglichen werden. Ein Lichtblick waren lediglich der 27. und 28. mit jeweils über 14 Sonnenstunden. So erzielten wir im Gesamtmonat nur 3 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr, dafür leider 8 Tage mit nur 2 Stunden oder weniger. Bis Monatsende wurden schließlich nur 170 Sonnenstunden (normal 214 Stunden) erreicht (neuer Negativrekord). Von einem „Sonnenmonat" wie Juni 2003 mit 347 Stunden konnte man nur träumen.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 45,8l/m² erneut massiv unter dem Schnitt (nur 56% des üblichen Niederschlags). Den höchsten Tageswert mit 17,8 Litern erzielten wir am 18. - bei bei einem Starkregen um 2 Uhr und weiteren Regengüssen untertags.
Mit 16 Niederschlags tagen lagen wir bei überwiegend geringen Niederschlagsmengen gut im Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 22. um 18 Uhr 05 mit 53km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,3 km/h etwas über der Norm. Die vorherrschende Windrichtung war Nordwest
Interessant am Rande:
Obwohl in der ersten Monatshälfte immerhin 9 Niederschlagstage auftraten, waren die Niederschlagsmengen doch erneut sehr gering. Bis zum 15. fielen gerade mal 12,6 l/m², also lediglich 15% der Monatsmenge. Es setzte sich der diesjährige Trend zum Niederschlagsmangel weiter fort. So war der Juni dieses Jahr bereits der vierte deutlich zu trockene Monat
Wie im Vormonat zogen Gewitterfronten am Stadtgebiet von Donauwörth vorbei und es waren erneut nur 2 nicht nennenswerte Gewitter zu verzeichnen (normal 4 ).
Die Windmenge des Monats lag wieder etwas höher als im Mai und so traten auch an 11 Tagen Windgeschwindigkeiten über 30 km/h auf. Was sich als absolut außergewöhnlich erwies, waren die urplötzlich auftretenden heftigen Windstöße am 22., die trotz einer nicht so hohen Geschwindigkeit auf Grund ihres böigen Charakters enormen Schaden anrichteten.
Gesamteindruck
Nach fast 28°C am 31. Mai fiel der Temperaturrückgang auf lediglich 11°C am Monatsersten schon unangenehm auf. Doch bereits ab dem 2. ging es rasant bergauf, am 3. wurde schon wieder ein Sommertag erzielt und so ging es die nächsten Tage bei Sonnenschein und Niederschlagsfreiheit weiter. Unwetterartige Niederschläge und Gewitter wie in anderen Gebieten Bayerns am 7. gingen an uns spurlos vorüber. Eine Regenmenge von nur 0,4 l/m² war nicht der Rede wert. Allerdings verspürten wir eine fühlbare Abkühlung bei nur noch 17°C am 9. und 11., der Sommer machte erst mal Pause. Diese unbeständigere Witterung hielt auch über die Pfingsttage, speziell am Pfingstmontag, an. Doch dann kam der Hochsommer (fast 29°C am 16.) zurück. Bei diesen Temperaturen stieg die Gewitterneigung naturgemäß stark an, doch auch diesmal zogen sie nördlich an Donauwörth vorbei. In der Nacht des 18. setzte endlich bei merklichem Temperaturrückgang dringend benötigter Niederschlag in spürbarer Menge (erstmals ein zweistelliger Wert seit 27. April) ein. Doch bereits ab dem 21. kehrten wieder sommerliche Temperaturen zurück. Dies führte allerdings am 22. zu heftigsten Unwettern in ganz Bayern, von denen auch unser Raum nicht verschont blieb. Punkt 18 Uhr setzten massive Windböen ein, die in dieser Stärke zwar nur 15 Minuten anhielten, aber ausreichten, um erhebliche Schäden zu verursachen, vor allem in den nördlichen und östlichen Teilen des Landkreises. Ab dem 27. ging es dann hochsommerlich weiter und es wurden in Folge 3 heiße Tage erreicht. Ein längst überfälliger Regen am 30. ließ auch die Temperatur auf 14°C abstürzen
Insgesamt betrachtet war der Monat unbeständig, sommerlich warm bei erneuter starker Trockenheit und erheblichem Sonnenmangel.