Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 17,4°C praktisch im Schnitt (normal 17,3°C)
Es gab 19 warme Tage (normal 22), 12 Sommertage (normal 10) sowie einen heißen Tag (normal 2).
Das Tagesmaximum von 31,3 °Cwurde am 10. um 17 Uhr erreicht, die Minimaltemperatur betrug 7,8 °Cam 20. um 5 Uhr 10.
Der Luftdruck bewegte sich in den beiden ersten Monatsdritteln nahezu ständig im Tiefdruckbereich. Erst ab dem 19. erfolgte ein markanter Anstieg, so dass wir letztlich einen Schnitt von 1016,1 hPa erreichten
Erwähnenswert:
Nach einem kühlen Start zeigte sich der Monat ab dem 4. ausgesprochen sommerlich und sehr sonnig. Als besonders heiß erwies sich der 10. mit einem Schnitt von 24°C und einer Maximaltemperatur von 31,3°C. Allerdings machte sich ab dem 13. wieder einmal die für Juni typische „Schafskälte" mit täglich sinkenden Temperaturen und ständigen Regengüssen bemerkbar: So entwickelte sich der Monat zunächst wenig sommerlich. Erst im letzten Monatsviertel wendete sich das Blatt, es wurde wieder richtig Sommer und das Temperaturdefizit verringerte sich von Tag zu Tag. So wurde es, wider allen Erwartungen, letztlich noch ein schöner Sommermonat. Dennoch konnte der Monat nicht mit einem Rekordmonat wie Juni 2003 mithalten, der 10 heiße Tage und 26 Sommertage aufzuweisen hatte.
Die ersten 3 Tage ausgenommen begann der Monat recht sonnig mit bis zu 14 Sonnenstunden am 4. und 5. Nur zur Monatsmitte zeigte er sich recht durchwachsen. Das Gesamtbild präsentierte sich so: 10 Tagen mit nur 2 Stunden Sonne oder weniger standen 9 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr gegenüber.So wurde die übliche Sonnenstundenzahl (214) mit 201 Stunden nahezu erreicht, aber von einem Monat wie Juni 2006 mit fast 300 Sonnenstunden konnte man dennoch nur träumen.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 49l/m² deutlich unter dem Schnitt (nur 60% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 14,8Litern erzielten wir am 3. - bei Dauerregen während des ganzen Tages.
Mit 13 Niederschlags tagen bewegten wir uns etwa im Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 8. um 18 Uhr 50 mit lediglich 32km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 7,6 km/h und lag damit im unteren Normalbereich. Dabei blies der Wind, wie auch in den letzten Monaten, hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
Nach den niederschlagsarmen Monaten Januar bis April zeigte sich dieser Monat bis zum 19. eher niederschlagsreich. Doch Extremniederschläge wie in den Alpen wurden in unserem Raum nicht verzeichnet. Das völlig trockene letzte Monatsdrittel verbannte dann den Monat doch wieder in die Ecke der regenarmen Monate.
Die Zahl der Gewitter lag mit 2 (normal 4) recht niedrig. Kein Wunder, war doch das Temperaturniveau über weite Strecken nicht so hoch.
Die Windmenge im Juni lag im üblichen Bereich, starke Windspitzen fehlten und nur an 3 Tagen wurde eine Geschwindigkeit von 30 km/h oder mehr erreicht.
Gesamteindruck
Der meteorologische Sommeranfang war enttäuschend: kein Sonnenschein bei einer Maximaltemperatur von nur 15 °C. Auch in den nächsten Tagen zeigte sich keine Besserung. So fiel auch die Fronleichnamsprozession am 3. im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser und das bei Temperaturen von nur 12°C. Am 4. zeigte sich endlich ein radikaler Umschwung. Bei nahezu wolkenlosem Himmel stiegen die Temperaturen auf zumindest 23°C an und in den nächsten Tagen erreichten wir bis zu 29°C. Nach einem kurzzeitigen Temperaturrückgang blieb es weiterhin sommerlich warm. Ein leichtes Gewitter in den Abendstunden des 8. brachte etwas Abkühlung (Temperaturrückgang um 10°C) und kurzzeitigen Niederschlag. Doch bereits in den nächsten Tagen blies Warmluft aus Süden nicht nur Saharastaub zu uns, sondern führte auch am 10. zum ersten heißen Tag (Tropentag) des Jahres. Diese hochsommerliche Periode hielt leider nur 5 Tage, nämlich bis zum 12. an. Danach kühlte es täglich mehr ab (Tiefpunkt am 20. mit einem Schnitt von nur 11,0°C). Damit war auch der kalendarische Sommeranfang am 21. enttäuschend., auch wenn sich kurzzeitig die Sonne zeigte. Doch täglicher Temperaturanstieg ließ auf eine Rückkehr des Sommers hoffen und am 25. erzielten wir nach zweiwöchiger Pause tatsächlich wieder einen Sommertag. Diese inzwischen hochsommerliche Witterung setzte sich in den nächsten Tagen bei gleichbleibend hoher Sonnenstundenzahl fort. Am 29. hätten wir sogar beinahe noch einen heißen Tag erzielt (29,9°C) und auch der Monatsletzte präsentierte sich von der besten Seite.
Insgesamt betrachtet zeigte der Monat zwei Gesichter: sommerlich warm (5. - 10. und 24. - 30.:) und dann wieder ausgesprochen kalt und nass (1. - 3. und 13. - 21.)