Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 16,7°C markant unter dem Schnitt (normal 19,2°C).
Es gab 21 warme Tage (normal 27), 12 Sommertage (normal 16) und keinen heißen Tag (normal 4).
Das Tagesmaximum von 29,7 °C wurde am 6. um 13 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 6,2 °C am 2. um 5 Uhr 45.
Der Luftdruck bewegte sich häufig im Tiefdruckbereich, was einen Schnitt von 1011,3 hPa zur Folge hatte
Erwähnenswert:
Das Wetter zeigte sich in im ersten Monatsdrittel zwar überwiegend sommerlich, aber auch sehr unbeständig, was Unternehmungen schwer planbar machte. Hohe Luftfeuchtigkeit ließ zusammen mit hochsommerlichen Temperaturen eine starke Gewitterneigung entstehen. So waren bis zum 13 schon 5 Gewitter zu verzeichnen, das Monatssoll war also bereits erfüllt. Danach zeigte sich die Witterung eher kühl und aprilhaft, was dazu führte, dass der Monat erstmals nicht nur in diesem Jahr deutlich zu kalt war, sondern sich als kältester Monat seit meinem Aufzeichnungsbeginn erwies. Ab dem 13. lag die Temperatur 14 Tage in Folge unter dem Schnitt, im Gesamtmonat sogar 23 Tage.
Von der Sonne wurden wir, wie im Vormonat, nicht besonders verwöhnt. Bis Monatsmitte waren erst 38% der üblichen Sonnenstunden des Monats erreicht.Es war zwar prinzipiell häufig sonnig, aber es fehlten einfach mal Tage, an denen die Sonne 14 Stunden oder gar länger geschienen hätte. Besonders schlecht sah es vom 17. bis 25. aus. So ergab die Bilanz 7 Tage mit nur 2 Stunden Sonne oder weniger und nur 2 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr.
So wundert es nicht, dass bis Monatsende nur 171 Sonnenstunden (normal 229 Stunden) erreicht wurden und der Monat so zum sonnenärmsten Juli seit Beginn meiner Aufzeichnung (1983) wurde.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge übertraf mit 150,6 l/m² ganz erheblich den Schnitt (68% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 30,6 Litern erzielten wir am 20. - bei Dauerniederschlag von 0 Uhr bis 15:30
Mit 20 Niederschlags tagen lagen wir bei teilweise großen Niederschlagsmengen deutlich über dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 9. um 18 Uhr 20 mit 57,9km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,7 km/h im üblichen Bereich. Die vorherrschende Windrichtung war erneut Nordwest
Interessant am Rande:
Niederschlag war, wie in den vergangenen Monaten, auch im Juli bis zum 6. wieder Mangelware. Erst danach begann die Aufholjagd: Regenmengen im zweistelligen Literbereich an 6 Tagen (mit Maximalmengen von 21,8 l/m² am 13. und 30,6 l/m² am 20.) ließen das Defizit zusehends schwinden. Letztlich wandelte sich der Monat nicht nur zum bisher niederschlagsreichsten des ganzen Jahres, sondern zusammen mit Juli 1987 zum niederschlagsreichsten Juli seit 1983
Die Windmenge des Monats lag im üblichen Bereich und an 7 Tagen traten Geschwindigkeiten über 30 km/h auf.
Gesamteindruck
Der 1. Juli begann recht ungemütlich mit Gewitter, kurzzeitigem kleinkörnigem Hagel, heftigem Wind und Regenschauern. Auch im weiteren Verlauf war es bis zum 3. alles andere als ein Sommermonat. Doch dann wendete sich das Blatt und die Temperaturen erreichten wieder sommerliche Werte, am 6. fast 30°C. In den Abendstunden des 7. brachte nach einem recht schwülen Tag ein Gewitter den nach wie vor dringend erforderlichen Regen, der sich in der Nacht des 8. fortsetzte. Am 9. kam es dann nach einem schwül-warmen Tag um 18:15 zu einem Gewitter, das Starkregen (Regenrate 131 l/m²), Sturm und Hagel mit einer Körnergröße bis zu 2cm mit sich brachte. Auch am 10. zog erneut ein Unwetter mit Gewitter und Starkregen über den Landkreis, wobei allerdings im Gegensatz zu den Orten südlich der Donau (Bäumenheim/Mertingen) das Stadtgebiet nicht so betroffen war. So fielen im Ortsteil Riedlingen auch „nur" 16,4 l/m² Niederschlag. Diese gewitterträchtige Wetterlage setzte sich bei hohen Temperaturen fort. Erst ab dem13. erfolgte bei heftigen Niederschlägen ein regelrechter Temperatursturz, der nicht nur die Tagestemperaturen massiv senkte, sondern auch Nachttemperaturen von knapp 7°C erbrachte. Von da an war es mit dem Sommer gründlich vorbei. Absoluter Tiefpunkt war der 20. mit einer Maximaltemperatur von nur 14,5°C und einer Regenmenge von 30,6 l/m². Erst ab dem 26. war wieder ein kleiner Lichtblick zu sehen, auch wenn ein Schauer mit leichtem Gewitter am 28. schon wieder zu Unbeständigkeit überleitete.
Insgesamt betrachtet war der Monat nur in der ersten Hälfte einigermaßen sommerlich, insgesamt aber viel zu kalt, zu niederschlagsreich und recht sonnenarm.