Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,8 °C erheblich über dem Schnitt (normal 0,2 °C).
Es gab 28 kalte Tage (normal 29), 21 Frosttage (normal 21) und keinen Eistag (normal 10).
Das Tagesmaximum von 15,3 °C wurde am 10. um 13 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -5,6 °C am 6. um 7 Uhr 40. Der Luftdruck sank von fast 1040 hPa am Monatsersten kontinuierlich bis zum 20. um dann ab dem 28. noch einen rasanten Sturz hinzulegen. Trotzdem wurde ein Schnitt von 1018,7 hPa erreicht
Erwähnenswert:
Das Wetter wurde ab dem 8.sehr turbulent. Das Zentraltief „Christian“ über Island schickte uns mehrere Randtiefs (Daniel, Elon, Felix) in rascher Folge, die nicht nur Sturm und Regen, sondern auch sehr warme Luftmassen einfließen ließen. So stieg das Thermometer am 10. bis auf 15,3 Grad. Am nächsten Tag drehte sich der Spieß um und das Tief „Felix“ brachte Kaltluft aus dem Norden zu uns, was kurzzeitig zu einem Temperatursturz von ca. 13 Grad führte. Dennoch lag der Temperaturschnitt am 13. noch 2 Grad über dem üblichen Wert und dies wurde dann auch bis Monatsende nahezu gehalten. Winterliche Temperaturen konnte man das nicht nennen.
Mit dem Sonnenschein sah es besser aus als in den letzten zwei Monaten. Zwar standen 19 Tagen mit nur einer Stunde oder weniger nur 4 Tage mit 6 Stunden Sonne gegenüber. Aber letztlich wurden 45 Sonnenstunden erreicht (normal 46).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 85,8l/m² über dem Schnitt (59% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 20,6 Litern erzielten wir am 3. - bei Schneefall, der dann ab 17 Uhr in Dauerregen überging.
Mit 24 Niederschlagstagen lagen wir erneut merklich über dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 10. um 1 Uhr 5 mit 52,9 km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,8 km/h sehr hoch und der Wind wehte überwiegend aus Westen
Interessant am Rande:
Nach den 6 Schneetagen des Dezember sah es im Januar bis über die Monatsmitte hinaus eher schlecht aus. Zahlreiche Tage mit Regen sorgten dafür, dass das Niederschlagssoll bereits zur Monatsmitte erreicht war. Erst in der zweiten Monatshälfte nahm der Schneefall, wenn auch meist in geringen Mengen zu und mit 9 Schneetagen lagen wir letztlich deutlich über dem Schnitt (normal 5)-
Die vielen Tiefdruckgebiete über Island (minimaler Druck bei uns 975,1 hPa am 30.) bewirkten einen Anstieg der Stürme. So lag die Windmenge relativ hoch und an 11 Tagen traten Geschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr auf (normal 4).
Gesamteindruck
Das Jahr startete in den ersten Tagen winterlich, wodurch uns eine Schneedecke von etwa 18 cm zunächst noch erhalten blieb. Leider war dies nicht von langer Dauer, denn am 3. ging der Schneefall gegen Abend in anhaltenden Regen über und leicht steigende Temperaturen ließen die Wörnitz schnell über die Ufer treten. Dafür wurden wir am 5. und 6. bei nahezu wolkenlosem Himmel mit jeweils 6 Stunden Sonnenschein entschädigt. Eine kräftige Westwetterlage brachte uns ab dem 8. Regen und Sturm ins Haus mit Windgeschwindigkeiten über 50 km/h und die steigenden Temperaturen ließen den restlichen Schnee komplett wegschmelzen. Stürmisch ging es weiter und erst ab dem 15. kehrte Beruhigung ein. Am 20. setzte leichter Schneefall ein, der aber zu keiner geschlossenen Schneedecke ausreichte, genau wie der mäßige Schneefall am 25. und 26. Erst in der Nacht des 30. setzte stärkerer Schneefall ein und am 31. konnten wir bei 6 Stunden Sonne einen herrlichen Wintertag genießen.
Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zu warm, sehr stürmisch und dabei niederschlagsreich.