Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 0,5°C geringfügig über dem Schnitt (normal +0,2°C).
Es gab 30 kalte Tage (normal 29), 20 Frosttage (normal 21) und 10 Eistage (genau im Schnitt).
Das Tagesmaximum von 13,5°C wurde am 30. um 14 Uhr erreicht, die Minimaltemperatur betrug -8,1°C am 26. um 22 Uhr 55.
Der Luftdruck kannte ab dem 4. (1035,9 hPa) nur noch die Richtung nach unten mit Tiefpunkt am 20. (993 hPa). Dennoch wurde letztlich ein Schnitt von 1014,1 hPa erreicht
Erwähnenswert:
Nach einem viel zu warmen Start kannte die Temperatur ab dem 3. nur noch einen Weg, nämlich bergab, um am 20. den vorläufigen und am 26. den endgültigen Tiefpunkt zu erreichen. Dennoch waren wir von Tiefsttemperaturen wie im Januar 1985 (-21 °C) und Januar 2009 (-17 °C) meilenweit entfernt.
Der Januar erwies sich als extrem sonnenarm. Bis zum 14. waren gerade mal 9 Stunden Sonne zu verzeichnen. Diese Tendenz hielt bis Monatsende an, so dass 4 Tagen mit 4 Stunden Sonne oder mehr 23 Tage gegenüberstanden, an denen die Sonne sich nahezu gar nicht blicken ließ.
Entsprechend dürftig fiel die Bilanz aus: 29 Sonnenstunden anstatt normal 46, ein absoluter Negativ-Rekord.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 62 l/m² geringfügig über dem Schnitt (16% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 16,8 Litern erzielten wir am 5. - bei Dauerregen während des ganzen Tages.
Mit 21 Niederschlagstagen lagen wir erheblich über dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 29. um 9 Uhr 20 mit 47 km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,9 km/h etwas über dem Normalwert. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus westlichen Richtungen
Interessant am Rande:
War im ersten Monatsdrittel Regen vorherrschend, so ging der Niederschlag ab dem 12. in Schnee über und das Soll von 5 Schneetagen wurde bis Monatsende mit insgesamt 9 Tagen deutlich überschritten.
Obwohl der Monat sich sehr trüb präsentierte, war Nebel kein großes Thema: nur 6 anstatt 8 Nebeltage.
Wenig zu schaffen machte uns der Wind, ausgenommen die letzten Tage des Monats. An 4 Tagen trat eine Geschwindigkeit über 30 km/h auf.
Gesamteindruck
Das neue Jahr begann mit relativ hohen Temperaturen, aber wegen tagelanger Dauerbewölkung und ständigem Regen recht ungemütlich. Schneefall war weit und breit nicht in Sicht. Nach acht Tagen kam am 11. endlich mal die Sonne für vier Stunden zum Vorschein und die Temperaturen wiesen annähernd winterliche Werte auf.
Ab dem 12. überzog eine dünne Schneeschicht die Landschaft, der Winter hatte sich, auch temperaturmäßig, zurückgemeldet. So richtig in Fahrt kam er dann ab dem 16. und am Folgetag herrschte den ganzen Tag über dichtes Schneetreiben, die Schneedecke wuchs spürbar an, ebenso die Zahl der Unfälle auf den Straßen.
Glück hatten wir, dass der Eisregen, der in vielen Gegenden Deutschlands am 21. fiel, bei uns ganz schnell in Schnee überging und so seine Gefährlichkeit verlor. Vor am 23. Nebel aufzog, ließ sich, man mag es kaum glauben, die Sonne für über drei Stunden blicken. Leider war dies eine Eintagsfliege, denn schon am nächsten Tag ging es gewohnt trüb weiter.
Mit einem unglaublichen Temperaturanstieg (man konnte zusehen, wie die Schneedecke schmolz) sowie Regen und Sturm ging der Januar zu Ende.
Insgesamt betrachtet war der Monat schneereich und viel zu sonnenarm bei normal winterlichen Temperaturen.