Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von -3°C erheblich unter dem langjährigen Schnitt von 0,3°C. Er brachte es auf 31 kalte Tage, 29 Frosttage (normal 20) und 14 Eistage (normal 10)
Das Tagesmaximum von 4,0°C wurde am 21. um 12 Uhr 59 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -11,5°C am 24. um 8 Uhr 02.
Der Luftdruck schwankte im Bereich von 1002 hPa bis 1036 hPa, wobei zweimal größere Druckschwankungen auftraten. Mit 1022 hPa Schnitt lag der Luftdruck erstaunlich hoch
Erwähnenswert:
Die längste Dauerfrostperiode (vom 7.1. bis 17.1.) wurde im Verlauf des 17. abrupt beendet: Die Temperatur stieg von -10,2°C auf +2°C. Doch der Frost ließ nicht locker und bereits ab dem 23. lagen die Maximaltemperaturen fast ständig unter dem Nullpunkt. Dies ließ den Monat zu einem eher kalten Monat werden. Vergleichbare Durchschnittstemperaturen herrschten letztmals 1997 mit -3,5°C. Allerdings noch kein Vergleich mit Januar 1985, wo wir einen Schnitt von -4,9°C erzielten oder 1996 mit 28 Eis- und 31 Frosttagen.
Die Zahl der Nebeltage lag bemerkenswert hoch: 13 anstatt der üblichen 6 Nebeltage.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 25,9 Litern erheblich unter dem Schnitt (27,3 l/m² weniger als normal, ein Defizit von nahezu 50%). Der höchste Tagesniederschlag mit 16,2 Litern fiel am 17. - zwischen 6 und 24 Uhr .
Die Zahl der Niederschlagstage bewegte sich ebenfalls mit 7 weit unter dem Schnitt (13). Auch Schneefall war diesen Monat selten: 2 Tage anstatt normalerweise 5.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 18. mit nur 25 km/h erreicht.
(windgeschützte Lage)
Interessant am Rande:
Vom 1. bis zum 22. war (ausgenommen der 12.) kein einziger Tag mit richtigem Sonnenschein zu verzeichnen. Erst ab dem 23. konnten wir täglich die Sonne genießen, an 6 Tagen sogar mit 6 Stunden und mehr. So schnitt dann der Gesamtmonat mit 50 Sonnenstunden gar nicht so schlecht ab. (Vorjahr 53 Stunden). Bei lediglich 7 Niederschlagstagen fiel der Hauptniederschlag an nur einem Tag (am 17.), es war also ein recht trockener Monat.
Er erwies sich außerdem etwas windärmer als im Januar üblich.
Gesamteindruck
Das neue Jahr begann trüb und regnerisch. Trotz des relativ hohen Luftdrucks (Hoch „Andreas") blieb uns diese düstere Hochnebel-Wetterlage bis über die Monatsmitte hinaus erhalten. Am 11. einsetzende Reifbildung sorgte bei immer tiefer sinkenden Temperaturen für ein winterliches Landschaftsbild. Die Sonne ließ sich allerdings zunächst nur an wenigen Tagen (11., 12. und 16. ) kurz blicken. Am 17. kam es, nachdem der Luftdruck bereits 3 Tage zuvor zu sinken begann, zum ersten stärkeren Schneefall (ca. 5 cm) des Monats. Doch bereits im Verlauf des Tages ging dieser in Regen über, was auf Grund des kalten Bodens für spiegelglatte Fahrbahnen sorgte. Bis zum 22. lagen die Maximaltemperaturen vorübergehend wieder im Plusbereich. Doch ab dem 22. brachte uns das Hoch „Claus" strenge Kälte aus dem Osten, aber auch erstmals in diesem Monat ganztägigen Sonnenschein mit -10°C am 23. und -11,5°C am 24. - doch nicht zu vergleichen mit -34,8°C und -36,2°C am Funtensee. Dieses sonnige Wetter blieb uns bis zum Monatsende erhalten.
Insgesamt betrachtet erwies sich der Januar als kalter, niederschlagsarmer und in weiten Teilen ausgesprochen trüber Monat (ausgenommen das letzte Viertel), was auf die in unserem Raum (im Gegensatz zum Gebirge) andauernde Nebel- bzw. Hochnebeldecke zurückzuführen war.