12,2 °C
6,4 km/h

Monatsbericht Februar 2012

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von -3,2°C ungewöhnlich stark unter dem Schnitt (normal 1,1°C).

Es gab 26 kalte Tage (normal 24), 21 Frosttage (normal 19), 13 Eistage (normal 6) und sogar 12 sehr kalte Tage (Minimaltemperatur unter -10°C, normal einer).

Das Tagesmaximum von+11,8 °C wurde am 29. um 13 Uhr 45 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -18,1 °C am 5. um 7 Uhr 45.

Der Luftdruckverlauf zeigte sich recht konstant: Bis zum 14. beeinflussten massive Hochdruckgebiete unser Wetter und auch in der 2. Hälfte gab es nur einen kurzen Abstecher in den Tiefdruckbereich. Daraus resultierte schließlich ein Schnitt von 1026,3 hPa

Erwähnenswert:

Der Februarbeginn zeigte, dass es so wie im Dezember und Januar nicht weitergehen konnte. Bis zum 12. lag die Durchschnittstemperatur bei -10,8°C. Der bereits am 29.1. einsetzende Dauerfrost dauerte bis zum 14. an (fast 16 Tage). Dass uns diesen Monat eine extreme Kältewelle traf, zeigt nicht nur die sehr hohe Zahl der sog . „sehr kalten Tage", sondern auch ein Vergleich: man muss bis Februar 1986 zurückgehen, um einen Tiefstwert von -18°C zu finden. Der Monatsschnitt von -3,2 °C steht nach Februar 1986 (Schnitt -4,5°C) bei den Rekordwerten an zweiter Stelle. Getoppt im Hinblick auf Tiefsttemperaturen wurde das Ganze nur noch in anderen Monaten: Januar 1987 mit -20°C und März 2005 mit ebenfalls -20°C.

Im Gegensatz zum Vormonat begann der Februar deutlich sonniger. So wurden uns bis zum 8. bereits 44 Sonnenstunden beschert und die sonnige Wetterlage dauerte fast bis Monatsmitte an. Am 12. wurde sogar erstmals eine Sonnenscheinzeit von 8 Stunden erreicht. So war die Gesamtbilanz recht ausgeglichen: 10 Tagen mit 6 Stunden Sonne und mehr (davon an 4 Tagen sogar 8 Stunden Sonne) standen 10 Tage mit nur einer Stunde oder weniger gegenüber. Bis Monatsende wurden beachtliche 108 Stunden erreicht (normal 73).

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 17,8l/m² extrem unter dem Schnitt (nur 35% des üblichen Wertes) . Den höchsten Tageswert mit nur 5 Litern erzielten wir am 19. - bei leichten Niederschlägen zwischen 3 Uhr und 10 Uhr.

Mit 13 Niederschlags tagen lagen wir exakt im Schnitt

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 15. um 11 Uhr 15 mit 50 km/hgemessen. (windgeschützte Lage)

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,2 km/h im üblichen Bereich. Dabei wehte der Wind vorwiegend aus Nordwest

Interessant am Rande:

Nach den regenreichen Monaten Dezember und Januar startete dieser Monat recht trocken. Bis zum 6. war keinerlei Niederschlag zu verzeichnen. Auch in den Folgetagen bis zum 12. war Niederschlag eher Mangelware. So waren bis Monatsmitte erst 9% des Monatsniederschlags erreicht.

Auch wenn es zunächst so aussah, als würde dieser Winter recht schneearm werden, so blieb uns doch vom 28.1. bis zum 18.2. eine Schneedecke zwischen 4 und 12 cm auf Grund der niedrigen Temperaturen erhalten. Anstatt der üblichen 5 Tage mit Schneefall kamen wir immerhin auf 8 Tage, an denen es schneite. Von Nebel wurden wir weitgehend verschont: gerade mal 3 Tage (normal 5 ).

Waren Dezember und Januar sehr stürmisch, so zeigte sich dieser Monat deutlich ruhiger. Nur an einem Tag trat eine Geschwindigkeit von mehr als 30 km/h auf.

Gesamteindruck

Nach dem sehr milden Januar begann der Februar sonnig und mit strengem Frost, der sich täglich massiv verstärkte. Tag für Tag sank die Quecksilbersäule weiter, um am 5. dann den Tiefpunkt mit -18,1°C zu erreichen. Häufig ganztägiger Sonnenschein ließ uns die Temperaturen nicht ganz so unangenehm empfinden. Nach leichtem Schneefall am 7. war das krasse Temperaturtief etwas überwunden. Dennoch dauerte die klirrende Kälte an, aber auch das sonnige Winterwetter und es herrschten weiterhin beachtliche Minusgrade im zweistelligen Bereich. Am 13. zeichnete sich ein Wetterwandel ab: es fiel Schnee und der Frost schwächte sich merklich ab. So lag die Tiefsttemperatur am 14. „nur" noch bei -5,4°C und erneuter Schneefall ließ die Schneedecke anwachsen. Am selben Tag. wurde dann erstmals die Null-Grad-Marke wieder leicht überschritten und tags darauf setzte relativ heftiger Schneefall ein. Rapide ansteigende Temperaturen (am 16. bereits +4°C) ließen die Schneedecke spürbar schmelzen. Bis zum 18. ging es mit den Temperaturen weiter bergauf, doch dann wurde es bei Sonnenschein nochmals für einige Tage winterlich kalt. Ab dem 22. wendete sich das Blatt erneut und die Tagestemperaturen stiegen auf zweistellige Werte an.

Insgesamt betrachtet war der Monat in der ersten Hälfte ungewohnt kalt. Zahlreiche Sonnenstunden und eine geringe Niederschlagsneigung ließen den Monat zu einem erfreulichen Wintermonat werden.

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