Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 12,9 °C erneut weit über dem langjährigen Schnitt. (Schnitt letzte 20 Jahre 9,2°C – 30-jähriger DWD-Schnitt 7,5°C)
Im Einzelnen sah es so aus: nur noch ein kalter Tag (normal 5), lediglich 2 Frosttage (normal 4) und bereits 15 warme Tage (normal 4) sowie 6 Sommertage (normal einer).
Das Tagesmaximum von 26,7 °C wurde am 28. um 15 Uhr 45 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -0,3°C am 5. um 6 Uhr 30.
Der Luftdruck schwankte zwischen 1007 hPa und 1025 hPa.
Im gesamten Monat bewegte er sich ohne größere Druckdifferenzen ziemlich gleichmäßig auf einem hohen Niveau. (Schnitt: 1018,4 hPa)
Interessant am Rande:
Der April zeigte sich im gesamten Monat überaus trocken: nur 1,6 l/m² Regen bei lediglich 4 Niederschlagstagen. Wenn man bedenkt, dass der letzte kräftigere Niederschlag am 24. März fiel, dann wundert es nicht, dass im April bereits Waldbrandgefahr bestand. So wurde dieser Monat zum trockensten April und er wies auch die längste Trockenperiode (20 Tage) auf, die ich seit Beginn meiner Aufzeichnung (1983) in einem April feststellen konnte. Er löste damit den bisherigen Rekordhalter ab (April 1991 mit 21 l/m²).
Was man dennoch kaum glaubt: Es traten schon noch geringfügig längere Trockenperioden auf, wenn auch nicht im April. Im September 1985 und Februar 1998 wurden 21 Tage erreicht.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit nur 1,6 Litern in noch nie dagewesenem Maß unter dem Schnitt (nur 3% der üblichen Menge). Der höchste Tagesniederschlag mit 0,6 Litern fiel am 4. - kurz nach Mitternacht.
Mit 4 Niederschlagstagen lagen wir erheblich unter dem Soll. (normal 13 Tage)
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 4. um 7 Uhr 35 mit 31km/hgemessen. (windgeschützte Lage)
Die Windhäufigkeit des Monats bewegte sich im üblichen Rahmen. So betrug auch die durchschnittliche Windgeschwindigkeit nur 8 km/hDabei blies der Wind hauptsächlich aus Osten
Erwähnenswert:
Heuer konnte man wirklich nicht von launischem Aprilwetter sprechen. Eine nahezu durchgehende Schönwetterperiode vom 1. bis 30. sagt eigentlich alles. Auch war der erste Sommertag so früh wie nie, nämlich am 14. zu verzeichnen. Dennoch konnten in unserem Raum (anders als in Norddeutschland) temperaturmäßig keine so extremen Spitzenwerte vermeldet werden wie im Jahr 1996 mit einer Maximaltemperatur von 28°C oder 1993 mit 9 Sommertagen.
Erneut setzte der Monat die Folge der zu warmen Monate (seit September 2006) fort.
Auch über Sonnenmangel konnte wir uns wahrlich nicht beklagen. An 24 Tagen schien die Sonne täglich über 10 Stunden, davon an 14 Tagen sogar mehr als 12 Stunden. So war bereits am 20. das Sonnenschein-Soll mit 200 Stunden erreicht. Lediglich an 2 Tagen ließ sich die Sonne nur wenig blicken.
Damit wurde bis Monatsende die übliche Sonnenscheindauer mit 326 Stunden um 64% überschritten.
Gesamteindruck
Der Monat begann, wie der März endete: warm und mit viel Sonnenschein. Nach einem etwas kühleren Tag am 4. stiegen die Temperaturen stetig an und wir konnten an Ostern schönstes Feiertagswetter bei Maximaltemperaturen von 18°C genießen. Nun kletterten bei ganztägigem Sonnenschein die Temperaturen täglich bergauf, so dass man schon fast von sommerlichem Wetter sprechen konnte. Am 14. war es dann soweit: Wir erfreuten uns unwahrscheinlich früh am ersten Sommertag des Jahres und bis zum 17. ging es dann richtig sommerlich weiter. Am 18. erfolgte allerdings ein Temperatursturz um 14°C bei weiter anhaltender Trockenheit. Doch schon am Tag darauf stiegen die Temperaturen erneut stetig an und die Sonne schien von morgens bis abends. Ein minimaler Regenguss , der diesen Namen gar nicht verdient, beendete am 24. die längste Trockenperiode des Monats. Doch schon am nächsten Tag war der Sommer wieder da und die Landwirte und Gärtner warteten bis Monatsende weiterhin vergeblich auf Regen.
Insgesamt betrachtet war es ein außerordentlich schöner Monat, der völlig aus dem Rahmen fiel: extrem trocken, erneut zu warm und überaus sonnig.