Monatsberichte 2022

Januar
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck
 Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,8 °C erheblich über dem Schnitt (normal 0,3°C).
Es gab 27 kalte Tage (normal 29), 20 Frosttage (normal 21) und nur 3 Eistage (normal 9).
Das Tagesmaximum von 12,2 °C wurde am 1. um 13 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -4,9 °C am 15. um 6 Uhr 15.
Der Luftdruck lag ab dem 9. ständig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1025,7 hPa führte.

Erwähnenswert:
Der Monatsbeginn verlief viel zu warm. Bis zum 6, Januar war kein einziger Frosttag zu verzeichnen. Und auch im weiteren Fortgang lag der Tagesschnitt meist über dem üblichen Wert. Dies änderte sich erst kurz vor Monatsmitte. Dennoch lagen am Monatsende 20 Tage über dem Monatsschnitt.Auch wenn der Januar subjektiv mit seinen 9 Nebeltagen (normal 8) ein eher düsterer Monat war, sprechen die Daten dagegen. Mit 51 Sonnenstunden wurde der Schnitt (normal 46) sogar überschritten. Dafür sorgten vor allem der 14. Januar mit seinen mehr als 8 Sonnenstunden sowie zwei weitere Tage mit jeweils mehr als 5 Stunden.

Die Niederschlagsmenge lag mit 38,8 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 67% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 13,4 l/m² erzielten wir am 4. bei Dauerregen bis Mitternacht.
Mit 18 Niederschlagstagen lagen wir über dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 30. um 13 Uhr 05 mit 46 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,9 km/h relativ hoch und der Wind wehte hauptsächlich aus westlichen Richtungen.

Interessant am Rande:
Die am 15. Januar vom Vulkanausbruch in Tonga ausgelöste ungeheure Druckwelle war so stark, dass sie selbst in Donauwörth an Hand des plötzlich steigenden und danach sofort fallenden Luftdrucks erfasst werden konnte, da diese Druckwelle rund um den Erdball lief.
Schneefall war im Januar eher spärlich. Es fiel zwar an 7 Tagen Schnee (normal an 5 Tagen), doch nur am 8. Januar war dies eine etwas größere Menge, die dann kurzzeitig ein weißes Landschaftsbild bot.
Die Windmenge im Januar lag im üblichen Bereich,es traten aber immerhin 12 Tage mit Sturm oder starken Böen auf (normal 7).
 Der Start ins Jahr 2022 mit 12 Grad und ganztägigem Sonnenschein war sehr erfreulich. Doch bereits nach zwei Tagen kam die Ernüchterung. Es blieb zwar relativ warm, aber eben bedeckt, windig und am 4. Januar setzte Dauerregen ein, der auch am nächsten Tag noch anhielt und in leichten Schneefall überging. Auch in den frühen Morgenstunden des 8. Januar schneite es leicht weiter, doch Temperaturen über Null Grad ließen den Schnee schnell wieder wegtauen. Dieses Wechselspiel zwischen Schneefall und Übergang in Regen setzte sich bei Temperaturen zwischen vier und Null Grad fort. Stark steigender Luftdruck ab dem 10. Januar spendierte zunächst zwar noch keinen Sonnenschein, aber am 12. Januar den ersten Eistag des Jahres. Der Winter, wenn auch ohne Schnee, war da. Am 14. Januar lachte dann endlich die Sonne nach zahlreichen trüben Tagen ganztags vom Himmel, nachdem der Nebel bereits am Vormittag durchdrungen wurde. Doch schon am Tag danach war der Spaß vorbei, denn ganztägiger Hochnebel breitete sich erneut aus. Der löste sich erst am 19. Januar gegen Mittag auf und wolkenloser Himmel heiterte die Stimmung auf. Leider war es bereits am nächsten Tag damit vorbei, als ein heftiger, wenn auch kurzer Schneeschauer einsetzte, der dann in Regen überging. Auch in den nächsten Tagen setzte sich dieses Wetterwechsel-Spiel fort, wir konnten vom hohen Luftdruck nicht profitieren. Mit Schneeregen und Sturm endete der Monat.
Insgesamt betrachtet war der Januar viel zu warm, wies einen erheblichen Niederschlagsmangel auf, konnte aber beim Sonnenschein das Soll noch erfüllen.
Februar
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck
 Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,2 °C extrem über dem Schnitt (normal 1,3°C).
Es gab 21 kalte Tage (normal 24), 13 Frosttage (normal 20) und keinen Eistag (normal 5).
Das Tagesmaximum von 13,7 °C wurde am 18. um 20 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -4,8 °C am 12. um 7 Uhr 40.
Der Luftdruck lag bis zum 14. und ab dem 22. ständig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1020,0 hPa führte.

Erwähnenswert:
Winter war zu Monatsanfang ein Fremdwort, trat doch bis zum 8. Februar kein einziger Frosttag und auch kein merklicher Schneefall auf. Auch im weiteren Monatsverlauf blieben markante winterliche Bedingungen aus. Selbst der Temperaturdurchschnitt lag bis zum Monatsende jeden Tag über null Grad. Kein Wunder, dass merklicher Schneefall (normal 5 Tage) ausblieb.
Da der Nebel sich diesen Monat in Grenzen hielt, konnte man beim Sonnenschein mit 99 Stunden (normal 73) nicht klagen. So erzielten wir an sieben Tagen immerhin mindestens sechs Stunden Sonnenschein, darunter sogar drei Tage mit acht Stunden. Erfreulicherweise gab es nur einen Tag völlig ohne Sonnenschein.

Die Niederschlagsmenge lag mit 45,4 l /m² genau im Schnitt (1% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 18,8 l/m² erzielten wir am 6. bei Dauerregen ab 16 Uhr.
Mit 21 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 13).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 21. um 4 Uhr 20 mit 70,2 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 15,0 km/h sehr hoch und der Wind wehte hauptsächlich aus westlichen Richtungen

Interessant am Rande:
Im Gegensatz zum Januar zeigte sich der Februar im ersten Monatsdrittel sehr niederschlagsreich, waren doch bereits 77 % des Monatsniederschlags gefallen, wenn auch nur als Regen. Doch dann waren die Niederschläge bis Monatsende vernachlässigbar, aber wir erreichten noch den üblichen Monatsschnitt.
Die Windmenge war im Februar so hoch wie seit 22 Jahren nicht mehr und es traten 18 Tage mit Sturm oder starken Böen auf (normal 5).

 Am Monatsbeginn war weiterhin noch kein Winter in Sicht, sondern Regen und heftige Sturmböen prägten die ersten sechs Tage. Nach stark fallendem Luftdruck hielt das Sturmtief "Roxana" mit Böen bis zu 68 km/h und einhergehendem erheblichen Niederschlag am 6. und 7. Februar vielerorts Feuerwehr und andere Hilfskräfte auf Trab. Ein Umschwung bahnte sich zwei Tage später an. Die Sonne ließ sich 5 Tage lang nahezu ganztags sehen, die Nachttemperatur lag durchgehend unter Null Grad, während die Sonne untertags die Luft bis auf 12 Grad erwärmte. Dass diese erfreuliche Wetterlage nicht weiter andauern würde, zeichnete sich am stark fallenden Luftdruck ab. Orkantief „Ylenia“ und kurz danach „Zeynep“ und „Antonia“ tobten sich zwar im Norden aus, die Auswirkungen waren aber bei uns auch deutlich zu spüren. Die Böen erreichten an sechs aufeinander folgenden Tagen bis zu 70 km/h und auch im Donauwörther Raum traten Sturmschäden auf. Erst am 22. Februar beruhigte sich die Atmosphäre, von Winter jedoch weiterhin keine Spur, dafür Maximalwerte bis 14 Grad. Erst am 25. Februar kam es zu leichtem Schneefall, der jedoch nicht von Dauer war. Mit ganztägigem Sonnenschein an den letzten drei Tagen verabschiedete sich der Monat.
Insgesamt betrachtet war der Februar überaus warm, extrem stürmisch und nahezu ohne Schneefall.
März
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 5,8 °C sogar über dem Schnitt (normal 5,4°C).
Es gab 10 kalte Tage (normal 16), 17 Frosttage (normal 13), keinen Eistag (normal einen) und einen warmen Tage (normal einen).
Das Tagesmaximum von 21,2 °C wurde am 28. um 16 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -5,9 °C am 3. um 7 Uhr 00.
Der Luftdruck lag nahezu den ganzen Monat im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1023,1 hPa führte.

Erwähnenswert:
Nach den beiden viel zu warmen Wintermonaten startete der März mit einstelligen Temperaturen recht kalt. Bis zum 13. März trat jede Nacht Frost auf und damit war das Soll an Frosttagen bereits vor Monatsmitte erfüllt. Doch dann erlebten wir eine rasante Aufholjagd und bis Monatsende war das Temperatursoll sogar leicht überschritten.
Die sog. „Grünlandtemperatur“, die den Beginn der Vegetationsperiode kennzeichnet, wurde heuer überraschenderweise schon etwas früher, nämlich am 20. März erreicht (normal am 24. März).
Da Nebel diesen Monat kein Thema war (normal 4 Nebeltage) und das ortsfeste Hoch „Peter“ in ganz Deutschland vorhanden war, erlebten wir einen so nicht gekannten Sonnenscheinrekord. Scheint die Sonne im März bei uns in der Regel 125 Stunden, so waren es heuer 203 Stunden. Dies stellt einen neuen Rekord dar. Erzielten wir doch 18 Tage mit mindestens acht Stunden Sonnenschein, darunter sogar 5 Tage mit 10 Stunden.

Die Niederschlagsmenge lag mit nur 7,0 l /m² in extremster Weise unter dem Schnitt (nur 14% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 4,6 l/m² erzielten wir am 30. bei leichtem Regen ab 9 Uhr.
Mit nur 2 Niederschlagstagen lagen wir genauso extrem unter dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 8. um 13 Uhr 05 mit 35,4 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,1 km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten.

Interessant am Rande:
Im Gegensatz zum Vormonat fiel bis zum 14. März überhaupt kein Niederschlag. Erst am nächsten Tag kam es zum ersten leichten Regen. Die Trockenheit setzte sich fort und hielt fast bis Monatsende an. Erst am 30. März regnete es nochmals kurzzeitig.Nicht erstaunlich daher, dass Schneefall diesen Monat Fehlanzeige war (normal 3 Tage).
Die Windmenge lag im März im Normalbereich und es traten nur 3 Tage mit Sturm oder starken Böen auf (normal 7).

So erfreulich wie der Februar endete, startete auch der meteorologische Frühlingsanfang, nämlich mit ganztägigem Sonnenschein. Diese angenehme Wetterlage, allerdings verbunden mit täglichem Nachtfrost, blieb uns bis zum 6. März dank eines ausgedehnten Hochs erhalten. Danach ging die tägliche Sonnenscheindauer etwas zurück und die maximalen Tagestemperaturen lagen immer im einstelligen Bereich, also nicht gerade frühlingshaft. Doch am 9. März zeigte sich erstmals mit 12 Grad ein Hauch von Vorfrühling. Der ganztägige Sonnenschein blieb uns erhalten, die Temperatur stieg merklich an und verweilte im zweistelligen Bereich. Am 15. März kam es dann zum ersten, allerdings sehr geringen Niederschlag. Dies war insofern eine besondere Art des Niederschlags, da in unseren Raum - der Himmel gelb-braun gefärbt -,jede Menge Saharastaub durch ein Tief westlich von Afrika hertransportiert wurde. Nicht verwunderlich, dass die Zahl der Sonnenstunden in diesen Tagen sank. Am 19. März war das Naturschauspiel dann vorbei und die Sonne lachte wieder ganztags vom blauen Himmel. So begann dann der astronomische Frühlingsanfang so, wie man ihn sich wünscht, auch wenn die Temperatur auf Grund des kalten Nordostwinds noch etwas zu wünschen übrig ließ. Doch auch dieses Manko löste sich ab dem 23. März in Wohlgefallen auf und mit fast 20 Grad war der Frühling so richtig angekommen. Nach stark fallendem Luftdruck am Monatsende setzte dann doch noch etwas Niederschlag ein, was aber das Defizit nicht ausgleichen konnte.
Insgesamt betrachtet war der März ein Monat wie im Bilderbuch. Extrem viele Sonnenstunden, in der zweiten Hälfte von der Temperatur her ausgesprochen frühlingshaft und extrem trocken. Daher für Freizeitaktivitäten ideal.

April
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 8,4 °C erheblich unter dem Schnitt (normal 10,0°C).
Es gab 6 kalte Tage (normal 5), 6 Frosttage (normal 3), 2 warme Tage (normal 7) und keinen Sommertag (normal einen).
Das Tagesmaximum von 22,6 °C wurde am 14. um 15 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -6,2 °C am 4. um 6 Uhr 20.
Der Luftdruck war großen Schwankungen unterworfen und lag häufig im Tiefdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1012,9 hPa führte.

Erwähnenswert:
Nach dem insgesamt recht warmen März erwies sich der Monat bis zum 1. April eher winterlich, lag doch die Temperatur bis dahin 5 Grad unter dem Monatsschnitt. Interessant, dass auch die tiefste Temperatur des bisherigen Jahres mit -6,2 Grad ausgerechnet erst im April auftrat. Bis Monatsende konnte dieses Temperaturdefizit nicht mehr aufgeholt, aber zumindest verringert werden.
Für April war die Ausbeute an Sonnenschein durchaus zufriedenstellend, erzielten wir doch 180 Stunden (normal 160). Darunter fanden sich immerhin 7 Tage mit 10 Stunden Sonnenschein und nur an 2 Tagen ließ sich die Sonne überhaupt nicht sehen.

Die Niederschlagsmenge lag mit 64,6 l /m² deutlich über dem Schnitt (33% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 16,2 l/m² erzielten wir am 1. bei Dauerregen während des ganzen Tages.
Mit 14 Niederschlagstagen lagen wir noch im Schnitt (normal 12).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 7. um 15 Uhr 05 mit 71,6 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 11,1 km/h extrem hoch und der Wind wehte hauptsächlich aus Nordwest.

Interessant am Rande:
Nach der Rekordtrockenheit im März waren bis zum 9. April bereits 100% des Monatsniederschlags gefallen, das Soll an Niederschlag wurde also sehr früh erreicht und mit 3 Schneetagen (normal einer) der Schnitt sogar überschritten. Allerdings fiel danach bis zum 23. April kein nennenswerter Niederschlag mehr, wodurch die Waldbrandgefahr auf Stufe 4 stieg. Erst in der letzten Monatswoche wurde dem mit vier Niederschlagstagen ein Ende gesetzt.
Die Windmenge war im April ausgesprochen hoch und wir erzielten die üblichen 5 Tage mit starken Böen (genau im Schnitt).

Der 1. April überraschte mit einem kompletten Wetterumschwung, da Kaltluft aus dem Norden für erheblichen Temperaturrückgang und leichten Schneefall sorgte. Dieser Wintereinbruch im Frühling setzte sich am nächsten Tag mit merklichem Schneefall und Minusgraden fort. Nach einer frostigen Nacht mit -6 Grad taute trotzdem der restliche Schnee untertags komplett weg. Mehrere Tiefdruckgebiete sorgten in den folgenden Tagen für Regen und heftige Windböen mit bis zu 72 km/h, es war schlicht und einfach sehr ungemütlich, eben Aprilwetter. Das verstärkte sich noch durch erneut anhaltenden Regen sowie das erste Gewitter des Jahres am 8. April. Stark steigender Luftdruck leitete am 11. April einen Wetterwechsel ein. Die Sonne schien ganztägig und die Temperatur stieg von Tag zu Tag bis auf 22 Grad an. Dies ließ auf angenehmes Wetter an Ostern hoffen, auch wenn es am Karsamstag einen kleinen Rückschlag durch eindringende Kaltluft gab. Die Hoffnung trügte dennoch nicht und an beiden Feiertagen erfreute ganztägiger Sonnenschein bei allerdings teilweise kaltem Ostwind. Diese 14-tägige Schönwetterlage endete am 24. April, wie auf Grund der Luftdruckverhältnisse erwartet, mit dringend benötigtem Regen und niedrigeren Temperaturen. Zur Versöhnung spendierte uns Petrus dann noch 2 sonnige Tage am Monatsende..
Insgesamt betrachtet war der April ein Monat, der seinem Namen alle Ehre machte: deutlich zu kalt mit Schneefall zu Monatsbeginn , aber auch fast zwei Wochen Sonnenschein am Stück.

Mai
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 15,7 °C erheblich über dem Schnitt (normal 14,3°C).
Es gab keinen kalten Tag (normal einen), 24 warme Tage (normal 16), 8 Sommertage (normal 6) und 2 Tropentage (normal keinen)
Das Tagesmaximum von 32,0 °C wurde am 20. um 16 Uhr 35 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 3 °C am 30. um 5 Uhr 25.
Der Luftdruck lag ab dem 9. fast ständig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1025.7 hPa führte.

Erwähnenswert:
Nach einem temperaturmäßig etwas verhaltenen Start änderte sich dies ab dem 10. Mai blitzartig und die Eisheiligen glänzten durch Abwesenheit. Auch die durchschnittliche Monatstemperatur war am 15. bereits überschritten und es ging weiter merklich bergauf.
Im Mai konnte man über fehlenden Sonnenschein nicht klagen und am Monatsende war mit 235 Sonnenstunden das Soll (normal 200) deutlich überschritten. Erfreulich, dass es keinen Tag gab, an dem die Sonne sich gar nicht blicken ließ und dafür aber 11 Tage mit 10 Stunden Sonnenschein.

Die Niederschlagsmenge lag mit 39,4 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 48% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 10,0 l/m² erzielten wir am 23. bei über den Tag verteilten Regenschauern.
Mit 14 Niederschlagstagen lagen wir genau im Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 23. um 19 Uhr mit 39 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,6 km/h äußerst niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Nordwest.

Interessant am Rande:
Im Gegensatz zum niederschlagsreichen Mai des Vorjahres, der es auf 110 l/m² brachte, zeigte sich der Monat heuer bis zum 12. Mai extrem trocken, waren doch bis dahin nur 5 l/m² Regen gefallen. Die schwülwarme Luft begünstigte das Entstehen von Gewittern und so wurde mit 4 Gewittern der Schnitt (normal 3) sogar überschritten. Der dadurch verstärkt fallende Niederschlag konnte das Defizit dennoch nicht ausgleichen.
Die Windmenge war im Mai eher gering und wir erzielten die üblichen 4 Tage mit starken Böen (normal 4).

Der Maibeginn fiel vom Wetter her etwas dürftig aus, aber in den nächsten Tagen erfreuten Sonnenschein und angenehme Temperaturen, obwohl die Wettervorhersage anders lautete. Am 4. Mai war unser Raum von Gewitterzellen regelrecht umzingelt und um 20:30 erreichten uns Blitz, Donner und der erste Schauer des Monats. Diese etwas unfreundlichere Wetterlage hielt bis zum Muttertag an. Doch bereits am Tag danach kam der Frühling mit frühsommerlichen Temperaturen zurück. Am 10. Mai stieg die Temperatur kräftig an und es kam zum ersten Sommertag des Jahres, dem noch drei weitere folgten. Da war es nicht überraschend, dass am 12. Mai ein Gewitter Regen und Abkühlung brachte. Doch das tat dem sommerlichen Wetter keinen Abbruch, sondern es setzte sich, zwar durch Regen und ein erneutes Gewitter am 16. Mai kurzzeitig unterbrochen, nahezu ungebremst fort. Dies begünstigte das Hoch „Yannes“, das die Temperatur in unserem Raum am 19. und 20. Mai bis auf 30 bzw. 32 Grad ansteigen ließ, die ersten Tropentage waren erreicht. Nach diesem hochsommerlichen Ausflug normalisierte sich die Temperatur bei immer noch vorhandenem Niederschlagsmangel. Das Blatt wendete sich am 23. Mai. Starker Luftdruckabfall sorgte für mehrere kräftige Gewitterschauer und einzelne heftige Sturmböen. Danach sank auch die Tagestemperatur auf einen Schnitt von nur noch 10 Grad. Erst zum Monatsende trat wieder eine Besserung ein.
Insgesamt betrachtet war der Mai ein erfreulicher Frühlingsmonat mit einer hohen Durchschnittstemperatur, viel Sonnenschein und allerdings auch einem erheblichen Niederschlagsmangel.

Juni
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 °C extrem über dem Schnitt (normal 17,7°C).
Es gab 29 warme Tage (normal 23), 19 Sommertage (normal 12) und 4 Tropentage (normal 3).
Das Tagesmaximum von 36,2 °C wurde am 19. um 16 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 9,6 °C am 11. um 5 Uhr 20.
Der Luftdruck lag überwiegend im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1023.5 hPa führte.

Erwähnenswert:
Der Juni zeigte von Beginn an ein sommerliches Auftreten mit Temperaturen über dem Schnitt, viel Sonnenschein und wenig Niederschlag. Zudem fiel die sog. Schafskälte, die im Juni gern eintritt, komplett aus.
Ein erfreuliches Kapitel stellte der Sonnenschein dar, denn am Monatsende war mit 239 Stunden das Soll von 214 Stunden erkennbar überschritten. Kein Wunder, gab es doch 14 Tage mit mindestens 10 Sonnenstunden, darunter sogar 8 Tage mit 12 Stunden. Nur an einem Tag ließ sich die Sonne überhaupt nicht sehen.

Die Niederschlagsmenge lag mit 38,0 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 47% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 11,0 l/m² erzielten wir am 13. bei heftigem Regenfall zwischen Mitternacht und 4 Uhr.
Mit 14 Niederschlagstagen lagen wir unter dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27. um 4 Uhr mit 39 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,8 km/h niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten.

Interessant am Rande:
Ähnlich wie der Mai erwies sich auch dieser Monat bis zum 12. Juni als äußerst trocken, denn es waren bis dahin erst 13% des Monatsniederschlags gefallen. Auch ein kräftiger Niederschlag am 13. Juni konnte die Trockenheit nicht wirklich beenden. So kam es dazu, dass die Waldbrandgefahr auch in unserem Raum die Stufe 4 (von 5 Stufen) erreichte.
Die wie schon im Mai schwülwarme Luft begünstigte erneut das Entstehen von Gewittern und so wurde mit 5 leichten Gewittern der Schnitt (normal 4) sogar überschritten.
Die Windmenge lag im Juni im üblichen Bereich und wir erzielten 6 Tage mit starken Böen (normal 4).

Der Start in den meteorologischen Sommeranfang verlief erfreulich bei täglich steigenden Temperaturen und Sonnenschein. Nach einem vorläufigen Höhepunkt mit 28 Grad am 3. Juni machte ein Gewitterschauer ausgerechnet am Pfingstsonntag dem Höhenflug vorübergehend ein rasches Ende. Nach einem etwas erfreulicheren Pfingstmontag ging es unbeständig und regnerisch weiter. Die Wende bahnte sich am 10. Juni an und am Tag danach kannte die Temperatur nur noch den Weg nach oben, um am 12. Juni fast 30 Grad zu erreichen. Ein Gewitterschauer in der Nacht des nächsten Tages konnte endlich die enorme Trockenheit etwas mildern. Nach dem 15. Juni wurde es dann richtig hochsommerlich, denn aus Spanien strömte sehr warme Luft zu uns und ließ das Thermometer am 19. Juni auf 36,2 Grad ansteigen, dem höchsten Juniwert seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983. Einen Tag nach dem astronomischen Sommeranfang setzte endlich am Vormittag ein heftiger Regenschauer ein, begleitet von urplötzlich auftretendem Blitz und Donner. Mit einem weiteren Tropentag verabschiedete sich der Monat.
Insgesamt betrachtet war der Juni ein Bilderbuch-Hochsommermonat mit viel Sonnenschein, hohen Temperaturen und wenig Niederschlag.

Juli
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,9 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 19,4°C).
Es gab 29 warme Tage (normal 27), 25 Sommertage (normal 17) und 10 Tropentage (normal 5).
Das Tagesmaximum von 37,4 °C wurde am 20. um 16 Uhr 00 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 8,8 °C am 2. um 5 Uhr 20.
Der Luftdruck lag nahezu den ganzen Monat im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1018,0 hPa führte.

Erwähnenswert:
Der Juli erwies sich von der Temperatur her zunächst als Wackelkandidat. Auf eine kurze Hitzeperiode vom 2. bis 6. Juli folgte eine kühle Phase vom 7. bis zum 11. Juli, um danach am 20. Juli mit einem neuen Hitzerekord aufzuwarten. Es wurde mit 37,4 Grad der höchste Juliwert seit 1983 erreicht.
Auch beim Sonnenschein sah es gut aus, wurde doch das Soll des Monats mit 262 Stunden (normal 229) überschritten. Dafür sorgten 13 Tage mit 10 Stunden Sonnenschein und mehr, darunter 10 Tage mit 12 Stunden. Dabei gab es keinen Tag völlig ohne Sonnenschein.

Die Niederschlagsmenge lag mit 23,4 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 26% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 8,0 l/m² erzielten wir am 1. bei Niederschlag zwischen 5 Uhr und 16 Uhr.
Mit nur 7 Niederschlagstagen lagen wir katastrophal unter dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 20. um 21 Uhr 40 mit 65 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,3 km/h relativ hoch und der Wind wehte hauptsächlich aus Nordwest.

Interessant am Rande:
Das Problem Trockenheit war, wie in den letzten zwei Monaten, auch im Juli wieder ein Thema. Bis zum 20. Juli waren mit 11 l/m² lediglich 12% des Monatsniederschlags gefallen und auch bis Monatsende war Regen weiterhin Mangelware. Weniger Niederschlag gab es dieses Jahr nur noch im März mit lediglich 7,4 l/m². Da ließ es sich nicht vermeiden, dass die Waldbrandgefahr in unserem Raum am 19. Juli auf die höchste Stufe 5 anstieg.Erstaunlich, dass es trotz der großen Hitze bis zum 20. Juli kein Gewitter gab und auch am Monatsende nur 3 sehr leichte Gewitter zu verzeichnen waren.(normal 5).Die Windmenge lag im Juli im üblichen Bereich und wir erzielten 5 Tage mit starken Böen (normal 4).

Der Juli startete mit Regen und einem Temperatursturz um 18 Grad, was aber Natur und Menschen eher guttat. Doch am nächsten Tag war dieser Ausreißer bereits vorbei und nach Auflösung des Morgennebels erfreute ganztägiger Sonnenschein. Ein weiterhin sehr hohes Temperaturniveau füllte Freibad und Naherholungsgebiet in Donauwörth mit Besuchern, zumal es beim Regen weiterhin Fehlanzeige war. Nach fünf Tagen Hitze und Trockenheit unterbrach am 7. Juli ein leichter Schauer bei starkem Temperaturrückgang diese kurze Hitzeperiode. Die Verschnaufpause bei der Temperatur dauerte immerhin bis zum 12. Juli an., als endlich wieder ein Sommertag auftrat. Doch dann gab es kein Halten mehr. Tag für Tag stieg dank Hoch „Jürgen“ die Temperatur, um am 14. Juli auf 34,4 Grad zu klettern. Aber das sollte noch nicht die Spitze sein. Die sonnigen, extrem warmen Tage setzten sich fort, um am 20. Juli den Höhepunkt mit 37,4 Grad zu erreichen. Das war ein erneuter Temperaturrekord, nämlich die höchste Julitemperatur seit 1983. Dies führte am späten Abend zu heftigen Sturmböen mit bis zu 65 km/h und in der Nacht sorgte ein Gewitterschauer für etwas Abkühlung. Dennoch kannte der Sommer keine längere Pause und das Thermometer überschritt immer wieder die Marke von 30 Grad. Stark fallender Luftdruck kündigte allerdings am 25. Juli eine Wetteränderung an. Die Temperatur sank in den Folgetagen auf erträgliche Werte, doch Regen blieb immer noch Mangelware. Der Monatsletzte heizte uns dann mit 39 Grad nochmals so richtig ein.
Insgesamt betrachtet war der Juli ein Hochsommermonat wie aus dem Bilderbuch mit viel Sonnenschein, sehr hohen Temperaturen und wenig Niederschlag.

August
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 21,1 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 19,0°C).
Es gab 30 warme Tage (normal 26), 25 Sommertage (normal 15) und 6 Tropentage (normal 5).
Das Tagesmaximum von 36,1 °C wurde am 4. um 16 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 10,7 °C am 23. um 6 Uhr 30.
Der Luftdruck war großen Schwankungen unterworfen und resultierte mit einem Schnitt von 1014,6 hPa.

Erwähnenswert:
Der August schickte sich an, nach den Monaten Mai, Juni und Juli den Trend zu großer Hitze beizubehalten. Denn in der ersten Monatshälfte lag die Durchschnittstemperatur 3,5 Grad über dem normalen Augustwert. Das konnte zwar bis Monatsende nicht durchgehalten werden, doch ein Schnitt von 21,1 Grad war auch nicht zu verachten.

Der August war nicht nur ein sehr warmer Monat, sondern zeigte auch beim Sonnenschein erfreuliche Werte. Das Soll von 213 Stunden wurde mit 264 Stunden deutlich überschritten. 18 Tage mit 10 Stunden Sonnenschein oder mehr sprechen für sich. Nur ein einziger Tag (der 19. August) verlief ganz ohne Sonnenschein.

Die Niederschlagsmenge lag mit 135,4 l /m² extrem über dem Schnitt (64% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 97,6 l/m² erzielten wir am 19. bei über den ganzen Tag verteiltem Niederschlag .
Mit nur 9 Niederschlagstagen lagen wir, ähnlich dem Juli, katastrophal unter dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 5. um 9 Uhr 40 mit 46 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 7,7 km/h leicht erhöht und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten.

Interessant am Rande:
War Trockenheit die letzten drei Monate bereits ein Problem, so wurde es im August dramatisch. Bis zum 14. August waren gerade mal 4,8 l/m² gefallen, was der Natur in Kombination mit den hohen Temperaturen erheblich zusetzte. In der zweiten Monatshälfte nahm der Niederschlag deutlich zu und bis Monatsende war dank des Rekordniederschlags am 19. August der Monatswert maßlos überschritten.Die große Trockenheit und damit auch die trockene Luft in weiten Teilen des Monats beschränkte trotz der oft großen Hitze die Zahl der Gewitter auf drei (normal 3).
Die Windmenge war im August etwas erhöht und wir erzielten 5 Tage mit starken Böen (normal 3).

Der August startete mit Sonnenschein und Werten bis 28 Grad, doch gegen Abend ließ ein leichter Gewitterschauer die Temperatur deutlich sinken. Aber schon am Tag danach zeigte sich dasselbe Bild wie im Vormonat, nämlich Temperaturen von 30 bis 36 Grad sowie ganztägiger Sonnenschein. In der Nacht des 6. August brachte endlich ein kurzer Schauer etwas Abkühlung und auch die Tagestemperatur sank in einen erträglichen Bereich. Doch schon am nächsten Tag war es trotz heftiger Windböen aus Nordwesten erneut sommerlich warm. Oft ging die Temperatur sogar nur knapp an einem Tropentag vorbei und die Sonne brannte den ganzen Tag vom Himmel. So war es kein Wunder, dass Rasenflächen verdorrten und Bäume bereits Laub abwarfen. Ab dem 13. August begann der Luftdruck erheblich zu sinken und kündigte damit für die nächste Zeit einen Wetterumschwung an. Dieser trat bereits am Tag danach ein, denn ein Gewitter, begleitet von einem heftigen Schauer, bescherte uns 13,8 l/m² Regen. Dabei blieb es nicht, sondern in den nächsten Tagen fiel erneut kräftiger Niederschlag, davon am 19. August die Rekordmenge von 97,6 l/m², dem höchsten Tageswert in den letzten 40 Jahren. Zwei Tage später kehrte das Wetter zum gewohnt sonnigen Verlauf zurück, und auch die Temperatur näherte sich der 30 Grad-Marke und so endete der Monat hochsommerlich.
Insgesamt betrachtet war der August erneut ein Hochsommermonat der Sonderklasse mit sehr hohen Temperaturen, einer langen Trockenphase und dennoch einem extremen Niederschlagsüberschuss.

September
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 13,5 °C deutlich unter dem Schnitt (normal 14,4°C).
Es gab 12 warme Tage (normal 13), 5 Sommertage (normal 4) und keinen Tropentag (normal keinen)
Das Tagesmaximum von 28,2 °C wurde am 5. um 16 Uhr 05 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 2,3 °C am 23. um 7 Uhr 20.
Der Luftdruck war deutlichen Schwankungen zwischen hoch und Tief unterworfen und bewegte sich ab dem. 21. nur noch nach unten. Dies erbrachte einen Schnitt von 1013,2 hPa

Erwähnenswert:
In der ersten Monatshälfte war der September mit einem Schnitt von 17 Grad deutlich zu warm. Er schien in die Fußstapfen der Monate seit Mai zu treten. Doch ab dem 16. September setzte ein rasanter Temperatursturz ein und der Tagesschnitt lag zeitweise 6 Tage lang nur noch bei 9 Grad. Damit war klar, dass der Monat eher etwas zu kalt werden würde.
Sah es in den ersten sieben Tagen beim Sonnenschein recht gut aus, so erfolgten dann doch erhebliche Einbußen. Daher mussten wir uns damit begnügen, dass nur noch an vier Tagen zehn Stunden Sonnenschein erreicht wurden. Außerdem gab es auch 4 Tage, an denen die Sonne nahezu gar nicht zu sehen war.
Mit 137 Sonnenstunden war am Monatsende das Ziel (normal 179) deutlich unterschritten.

Die Niederschlagsmenge lag mit 87,0 l /m² sehr deutlich über dem Schnitt (52 % mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 22,0 l/m² erzielten wir am 8. bei Starkregen zwischen ein Uhr und 3 Uhr.
Mit 24 Niederschlagstagen erzielten wir den bisher in diesem Jahr höchsten Monatswert (normal 13).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27. um 16 Uhr mit 39 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,8 km/h im Normalbereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Westen.

Interessant am Rande:
Nach den überaus trockenen Monaten Mai, Juni und Juli schickte der September sich an, eher ein niederschlagsreicherer Monat zu werden. Bis zum 15. September waren bereits 100 % des Monatsniederschlags gefallen. Allerdings hatte die Natur dies immer noch bitter nötig. Am Monatsende war das Soll dann deutlich übererfüllt. Dennoch besteht zum aktuellen Zeitpunkt beim Jahresniederschlag noch ein Defizit von 118 l/m².
Die Windmenge war im August etwas erhöht und wir erzielten 6 Tage mit starken Böen (normal 3).

Der September startete etwas verhalten, doch ab dem 4. September meldete sich der Sommer zurück und vier Tage lang folgte bei nahezu niederschlagsfreiem Wetter ein Sommertag dem anderen. Am 8. September erfolgte allerdings ein merklicher Umschwung. Bei einem relativ heftigen Gewitter in den Stunden nach Mitternacht setzte starker Regen ein, der die Trockenheit deutlich milderte, zumal sich der Niederschlag in den nächsten Tagen fortsetzte. Ein Versuch, den Spätsommer etwas fortzuführen, gelang weitere zwei Tage, an denen die Temperatur nochmals 25 Grad erreichte. Doch ab dem 15. September zeigte sich die Temperatur eindeutig herbstlich geprägt, da eine Kaltfront aus Norden die Warmfront aus dem Süden bei weiteren Regenschauern langsam verdrängte. Diese ab dem 21. September nachts fast winterliche anmutende Witterung hielt bei einstelligen Nachttemperaturen, die auf 2,3 Grad sanken, bis zum 23: September an. Dennoch brachte die Sonne untertags noch 16 bis 18 Grad zustande. Nachdem in der letzten Monatswoche der Luftdruck auf 996 Hektopascal, dem niedrigsten Septemberwert seit dem Jahr 2000 sank, endete der Monat kalt und regnerisch.
Insgesamt betrachtet bot der September in der ersten Hälfte noch Sommer pur, vollführte dann aber bei viel Niederschlag und deutlich sinkenden Temperaturen einen gewaltigen Rutsch in Richtung kühler Herbst, zumal auch der Sonnenschein nicht ganz zufriedenstellen konnte.

Oktober
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 12,3 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 9,5°C).
Es gab 9 warme Tage (normal 5), keinen kalten Tag (normal 6) und keinen einzigen Frosttag (normal 2)
Das Tagesmaximum von 22,3 °C wurde am 18. um 15 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 2,9 °C am 4. um 6 Uhr 55.
Der Luftdruck bewegte sich fast ausschließlich im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1020,7 hPa führte

Erwähnenswert:
Weit über die erste Monatshälfte hinaus war der Oktober mit einem Schnitt von 12,3 Grad um 2,8 Grad zu warm. 19 Nebeltage (normal 11) ließen diese eigentlich angenehme Temperatur aber nicht immer so recht zur Geltung kommen. Dennoch war der Oktober am Monatsende mit einem Schnitt von 12,4 Grad zusammen mit Oktober 2001 der wärmste Oktober der letzten 30 Jahre.
Mit 106 Sonnenstunden wurde das Soll von 104 Stunden sogar minimal überschritten, doch es fehlte etwas an Tagen mit überragend langer Sonnenscheindauer. So wurden an keinem Tag 8 Sonnenstunden erreicht. Schuld daran waren 19 Nebeltage (normal 11), an denen sich der Nebel häufig erst mittags oder noch etwas später auflöste. Aber immerhin erzielten wir 5 Tage mit mindestens 6 Sonnenstunden und nur an 3 Tagen ließ sich die Sonne gar nicht blicken.

Die Niederschlagsmenge lag mit 46,8 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 77 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 13,4 l/m² erzielten wir am 15. bei Dauerregen zwischen 0 Uhr und 8 Uhr.
Mit 24 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 17).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 1. um 15 Uhr mit 36 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 4,8 km/h recht niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten.

Interessant am Rande:
Vier niederschlagsreiche Tage glichen die sich erneut anbahnende massive Trockenheit einigermaßen aus. Die insgesamt hohe Zahl an Niederschlagstagen kam allerdings vor allem durch Nebelnässen an 15 Tagen zustande.
Die Windmenge war im Oktober sehr niedrig und wir erzielten nur 2 Tage mit starken Böen (normal 3).

So ungemütlich wie der September endete, startete der Oktober, nämlich mit Regen, niedrigen Temperaturen und heftigen Windböen. Erst am 3. Oktober bahnte sich nach stark steigendem Luftdruck eine Änderung an und die Sonne ließ sich zeitweise wieder sehen. Von nun an ging es täglich weiter bergauf, obwohl es immer Mittag wurde, bis sich der Morgennebel auflöste. Doch danach erfreuten Temperaturen bis 21 Grad. Auch wenn das Temperaturniveau in den nächsten Tagen etwas zurückging, konnte man am Marktsonntag einen Hauch von “Goldenem Oktober“ genießen. Ab dem 11. Oktober verhinderte leider hartnäckiger Hochnebel Sonnenschein und vor allem etwas höhere Temperaturen. Nächtlicher Dauerregen sorgte mit einer Regenmenge von 13,4 l/m² dafür, dass zu Monatsmitte auch tatsächlich 55% des Monatsniederschlages erreicht war. Ab dem 16. Oktober ließen sich bei Werten von über 20 Grad noch einige Spätsommertage genießen. Ein kleiner Rückzieher erfolgte am 20. Oktober, denn bei wolkenverhangenem Himmel sank die Zahl der Sonnenstunden rapide und daher auch die Tagestemperatur. Der Herbst ließ sich nicht mehr leugnen, obwohl es immer noch sehr mild war. Doch zum Monatsende sorgte Warmluft aus Südeuropa dafür, dass der Herbst wirklich nochmals golden wurde.mit Sonnenschein und für die Jahreszeit hohen Temperaturen.Insgesamt betrachtet war der Oktober bei wenig Niederschlag ein viel zu warmer, sehr angenehmer Herbstmonat, nur etwas getrübt durch die vielen Nebeltage, wobei dennoch das Soll an Sonnenstunden erreicht wurde.

November
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 5,7 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 4,4°C).
Es gab 19 kalte Tage (normal 22), 3 Frosttage (normal 9) und keinen Eistag (normal einen)
Das Tagesmaximum von 17,2 °C wurde am 1. um 13 Uhr 35 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -1,1 °C am 27. um 8 Uhr 50.
Der Luftdruck war ganz erheblichen Schwankungen unterworfen bei einem Schnitt von 1016,1 hPa

Erwähnenswert:
Und wieder einmal war der November in der ersten Hälfte mit einem Schnitt von 7 Grad mehr als 2 Grad zu warm und das trotz zahlreicher Nebeltage. Dies sollte sich auch bis Monatsende nicht gravierend ändern. So trat auch der erste geringe Frost extrem spät ein, nämlich am 25. November. Dies wurde nur noch im Jahr 2014 übertroffen, als erst am 8. Dezember die Temperatur unter den Gefrierpunkt sank.
Mit 44 Sonnenstunden wurde das Soll von 46 Stunden knapp verfehlt.
Immerhin stachen zwei Tage mit sechs Sonnenstunden hervor. Doch leider war an 12 Tagen keinerlei Sonnenschein zu vermelden, eine Folge der zahlreichen Nebeltage.


Die Niederschlagsmenge lag mit 38,2 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 67 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit nur 7,8 l/m² erzielten wir am 18. bei über den Tag verteiltem Niederschlag.
Mit 26 Niederschlagstagen lagen wir erheblich über dem Schnitt (normal 16).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 20. um 23 Uhr 55 mit 39 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 5,3 km/h etwas niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Ost-Südost.

Interessant am Rande:
Zu den sechs niederschlagsarmen Monaten dieses Jahres gesellte sich der November zumindest bis Monatsmitte mit einer Regenmenge von zunächst nur 14% des üblichen Monatswertes dazu. Und am Monatsende lag die Niederschlagsmenge immer noch bei nur 67 Prozent. Die hohe Zahl von 26 Niederschlagstagen kam vor allem durch Nebelnässen zustande, kein Wunder bei 16 Nebeltagen (normal 11).
Die Windmenge war im November gering und wir erzielten nur 3 Tage mit starken Böen (normal 4).

Der November startete mit ungewohnt hohen Temperaturen und nach Nebelauflösung zeigte sich die Sonne für ein paar Stunden. Doch damit war zwei Tage später Schluss, denn Dauernebel ließ das Thermometer nur noch auf 8 Grad steigen. Damit kehrten nun herbstliche Normalwerte ein. Ein kleiner Lichtblick bahnte sich allerdings am 7. November an, als nochmals Warmluft aus dem Süden zu uns drang und bei 4 Stunden Sonnenschein die Temperatur für einige Tage immerhin auf 14 Grad kletterte. Ein krasser Umschwung zu schon spätherbstlichem Wetter erfolgte am 11. November, als die Temperatur bei Dauernebel nur noch 5 Grad betrug. Dieses Wechselspiel zwischen deutlich zu hohen Werten und üblicher Novembertemperatur setzte sich für einige Tage fort. Nachdem sich ab dem 14. November die Sonne wieder häufiger sehen ließ, stieg die Temperatur nochmals deutlich an, doch dann kam der Rückzieher. Es wurde merklich kälter, wenn auch immer noch ohne Nachtfrost und es setzte verstärkt Regen ein, der aber auch dringend nötig war. Bei ganztägigem Nebel wollte das Thermometer nur noch knapp über Null Grad steigen.Insgesamt betrachtet war der November bei deutlich zu wenig Niederschlag ein viel zu warmer, häufig angenehmer Herbstmonat, nur getrübt durch die vielen Nebeltage, wodurch das Soll an Sonnenstunden nicht ganz erreicht wurde.

Dezember
Temperatur/Luftdruck Niederschlag/Wind Gesamteindruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,5 °C über dem Schnitt (normal 1,4°C).
Es gab 26 kalte Tage (normal 29), 15 Frosttage (normal 19) und 8 Eistage (normal 7)

Das Tagesmaximum von 15,9 °C wurde am 31. um 14 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -13,8 °C am 17. um 22 Uhr 50.
Der Luftdruck war ganz erheblichen Schwankungen unterworfen mit einer Spitze um den 18. Dezember und wies am Monatsende einen Schnitt von 1016,1 hPa auf.

Erwähnenswert:
Nach vielen Jahren erlebten wir heuer mal wieder einen Monat, dessen Durchschnittstemperatur bis zum 23. Dezember unter Null Grad lag. Es schien also ein Monat wie in früheren Zeiten zu werden. Doch dann änderte Warmluft aus dem Süden alles und der Schnitt bewegte sich, wie die letzten Jahre seit 2011 im Plusbereich.

Sonnenscheinmangel ist im Winter ja normal, aber es kommt nicht so oft vor, dass wie dieses Jahr in einem Zeitraum vom 27. November bis zum 10. Dezember die Sonne an keinem Tag sichtbar ist. So war auch die Ausbeute mit nur 32 Sonnenstunden (normal 43) sehr niedrig (nur 74% des üblichen Wertes)

Die Niederschlagsmenge lag mit 56,8 l /m² unter dem Schnitt (nur 88 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 12,8 l/m² erzielten wir am 23. bei über den Tag verteiltem Niederschlag und Starkregen um 20 Uhr 20.
Mit 21 Niederschlagstagen lagen wir merklich über dem Schnitt (normal 17).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 23. um 3 Uhr 20 mit 44 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,4 km/h noch im üblichen Bereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten.

Interessant am Rande:

Und wieder sah es, wie in den Vormonaten, so aus, als würde auch der Dezember durch Niederschlagsmangel glänzen. Bis Monatsmitte waren erst 7% des Monatsniederschlags gefallen. Wir erzielten bis Monatsende zwar 7 Tage mit Schneefall (normal 5), doch das war nicht ausreichend, das Defizit auszugleichen. Hätte nicht das bekannte Weihnachtstauwetter eingesetzt und einige niederschlagsreichere Tage verursacht, wäre die Monatsbilanz noch schlechter ausgefallen.

Die Windmenge war im Dezember gering und wir erzielten 6 Tage mit starken Böen (normal 6).

Der meteorologische Winteranfang begann mit Werten knapp über Null Grad und Regen, also noch kein echter Winterbeginn. Dafür dauerte bis zum 10. Dezember eine recht ungemütliche Zeitspanne an, gekennzeichnet durch Nebel, Nebelnässen und keinerlei Sonnenschein. Doch dann senkte bei tiefem Luftdruck aus dem Norden vordringende Kaltluft am 8. Dezember die Temperatur fast ganztags unter Null Grad. Da war es nicht erstaunlich, dass am Tag darauf Schneeregen einsetzte, was aber für eine winterliche Landschaft nicht ausreichte. Dieser Abwärtstrend bei der Temperatur setzte sich jahreszeitgemäß fort. Richtig frostig wurde es ab dem 12. Dezember, als arktische Kaltluft mit einer Temperatur von –9,3 Grad in unseren Raum vordrang. Am 14. Dezember überraschte eine gefährliche Wettersituation unseren Raum. Nach wie vor einströmende Kaltluft aus dem Norden und ein Tief, das Warmluft aus dem Süden hierher beförderte, ließ Regen auf den kalten Straßen zu Blitzeis erstarren. Erst nach einiger Zeit ging der Regen in Schneefall über, was die Sache aber auch nicht unbedingt besser machte. Die Folge waren massive Verkehrsprobleme in unserem Raum. Erneut erheblicher Schneefall am 15. und 16. Dezember hüllte bei einer Schneehöhe von 17 Zentimeter die Landschaft in ein weißes Kleid. Dazu war endlich die Sonne ganztags zu sehen und schönstes Winterwetter ließ die dunklen Tage für einen Moment vergessen.  Am 20. Dezember fiel am Morgen bei immer noch erheblichen Minusgraden kurzzeitig Regen, der Straßen und Wege erneut spiegelglatt werden ließ. Doch pünktlich zum kalendarischen Winteranfang stieg die Temperatur täglich an und anstatt Schnee fiel Regen. Weiße Weihnachten wie zuletzt im Jahr 2010 waren damit wieder einmal Geschichte. Kaum waren die Feiertage vorbei, ließ sich die Sonne wieder sehen. Mit einem rekordverdächtigen Temperaturanstieg endete der Monat.
Insgesamt bertrachtet war der Dezember trotz eines achttägigen Kälteeinbruchs bei deutlich zu wenig Niederschlag erneut ein geringfügig zu warmer Wintermonat mit einem erheblichen Sonnenscheinmangel
 
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