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Monatsberichte 2022
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| Januar | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,8 °C erheblich über dem Schnitt (normal 0,3°C). Es gab 27 kalte Tage (normal 29), 20 Frosttage (normal 21) und nur 3 Eistage (normal 9). Das Tagesmaximum von 12,2 °C wurde am 1. um 13 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -4,9 °C am 15. um 6 Uhr 15. Der Luftdruck lag ab dem 9. ständig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1025,7 hPa führte. Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 38,8 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 67% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 13,4 l/m² erzielten wir am 4. bei Dauerregen bis Mitternacht. Mit 18 Niederschlagstagen lagen wir über dem Schnitt (normal 15). Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 30. um 13 Uhr 05 mit 46 km/h gemessen (windgeschützte Lage), Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,9 km/h relativ hoch und der Wind wehte hauptsächlich aus westlichen Richtungen. Interessant am Rande: Die am 15. Januar vom Vulkanausbruch in Tonga ausgelöste ungeheure Druckwelle war so stark, dass sie selbst in Donauwörth an Hand des plötzlich steigenden und danach sofort fallenden Luftdrucks erfasst werden konnte, da diese Druckwelle rund um den Erdball lief. Schneefall war im Januar eher spärlich. Es fiel zwar an 7 Tagen Schnee (normal an 5 Tagen), doch nur am 8. Januar war dies eine etwas größere Menge, die dann kurzzeitig ein weißes Landschaftsbild bot. Die Windmenge im Januar lag im üblichen Bereich,es traten aber immerhin 12 Tage mit Sturm oder starken Böen auf (normal 7). |
Der Start ins Jahr 2022 mit 12 Grad und ganztägigem Sonnenschein war sehr erfreulich. Doch bereits nach zwei Tagen kam die Ernüchterung. Es blieb zwar relativ warm, aber eben bedeckt, windig und am 4. Januar setzte Dauerregen ein, der auch am nächsten Tag noch anhielt und in leichten Schneefall überging. Auch in den frühen Morgenstunden des 8. Januar schneite es leicht weiter, doch Temperaturen über Null Grad ließen den Schnee schnell wieder wegtauen. Dieses Wechselspiel zwischen Schneefall und Übergang in Regen setzte sich bei Temperaturen zwischen vier und Null Grad fort. Stark steigender Luftdruck ab dem 10. Januar spendierte zunächst zwar noch keinen Sonnenschein, aber am 12. Januar den ersten Eistag des Jahres. Der Winter, wenn auch ohne Schnee, war da. Am 14. Januar lachte dann endlich die Sonne nach zahlreichen trüben Tagen ganztags vom Himmel, nachdem der Nebel bereits am Vormittag durchdrungen wurde. Doch schon am Tag danach war der Spaß vorbei, denn ganztägiger Hochnebel breitete sich erneut aus. Der löste sich erst am 19. Januar gegen Mittag auf und wolkenloser Himmel heiterte die Stimmung auf. Leider war es bereits am nächsten Tag damit vorbei, als ein heftiger, wenn auch kurzer Schneeschauer einsetzte, der dann in Regen überging. Auch in den nächsten Tagen setzte sich dieses Wetterwechsel-Spiel fort, wir konnten vom hohen Luftdruck nicht profitieren. Mit Schneeregen und Sturm endete der Monat. Insgesamt betrachtet war der Januar viel zu warm, wies einen erheblichen Niederschlagsmangel auf, konnte aber beim Sonnenschein das Soll noch erfüllen. |
| Februar | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,2 °C extrem über dem Schnitt (normal 1,3°C). Es gab 21 kalte Tage (normal 24), 13 Frosttage (normal 20) und keinen Eistag (normal 5). Das Tagesmaximum von 13,7 °C wurde am 18. um 20 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -4,8 °C am 12. um 7 Uhr 40. Der Luftdruck lag bis zum 14. und ab dem 22. ständig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1020,0 hPa führte. Erwähnenswert:
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Die Niederschlagsmenge lag mit 45,4 l /m² genau im Schnitt (1% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 18,8 l/m² erzielten wir am 6. bei Dauerregen ab 16 Uhr. Interessant am Rande: |
Am Monatsbeginn war weiterhin noch kein Winter in Sicht, sondern Regen und heftige Sturmböen prägten die ersten sechs Tage. Nach stark fallendem Luftdruck hielt das Sturmtief "Roxana" mit Böen bis zu 68 km/h und einhergehendem erheblichen Niederschlag am 6. und 7. Februar vielerorts Feuerwehr und andere Hilfskräfte auf Trab. Ein Umschwung bahnte sich zwei Tage später an. Die Sonne ließ sich 5 Tage lang nahezu ganztags sehen, die Nachttemperatur lag durchgehend unter Null Grad, während die Sonne untertags die Luft bis auf 12 Grad erwärmte. Dass diese erfreuliche Wetterlage nicht weiter andauern würde, zeichnete sich am stark fallenden Luftdruck ab. Orkantief „Ylenia“ und kurz danach „Zeynep“ und „Antonia“ tobten sich zwar im Norden aus, die Auswirkungen waren aber bei uns auch deutlich zu spüren. Die Böen erreichten an sechs aufeinander folgenden Tagen bis zu 70 km/h und auch im Donauwörther Raum traten Sturmschäden auf. Erst am 22. Februar beruhigte sich die Atmosphäre, von Winter jedoch weiterhin keine Spur, dafür Maximalwerte bis 14 Grad. Erst am 25. Februar kam es zu leichtem Schneefall, der jedoch nicht von Dauer war. Mit ganztägigem Sonnenschein an den letzten drei Tagen verabschiedete sich der Monat. Insgesamt betrachtet war der Februar überaus warm, extrem stürmisch und nahezu ohne Schneefall. |
| März | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 5,8 °C sogar über dem Schnitt (normal 5,4°C). |
Die Niederschlagsmenge lag mit nur 7,0 l /m² in extremster Weise unter dem Schnitt (nur 14% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 4,6 l/m² erzielten wir am 30. bei leichtem Regen ab 9 Uhr. Interessant am Rande: |
So erfreulich wie der Februar endete, startete auch der meteorologische Frühlingsanfang, nämlich mit ganztägigem Sonnenschein. Diese angenehme Wetterlage, allerdings verbunden mit täglichem Nachtfrost, blieb uns bis zum 6. März dank eines ausgedehnten Hochs erhalten. Danach ging die tägliche Sonnenscheindauer etwas zurück und die maximalen Tagestemperaturen lagen immer im einstelligen Bereich, also nicht gerade frühlingshaft. Doch am 9. März zeigte sich erstmals mit 12 Grad ein Hauch von Vorfrühling. Der ganztägige Sonnenschein blieb uns erhalten, die Temperatur stieg merklich an und verweilte im zweistelligen Bereich. Am 15. März kam es dann zum ersten, allerdings sehr geringen Niederschlag. Dies war insofern eine besondere Art des Niederschlags, da in unseren Raum - der Himmel gelb-braun gefärbt -,jede Menge Saharastaub durch ein Tief westlich von Afrika hertransportiert wurde. Nicht verwunderlich, dass die Zahl der Sonnenstunden in diesen Tagen sank. Am 19. März war das Naturschauspiel dann vorbei und die Sonne lachte wieder ganztags vom blauen Himmel. So begann dann der astronomische Frühlingsanfang so, wie man ihn sich wünscht, auch wenn die Temperatur auf Grund des kalten Nordostwinds noch etwas zu wünschen übrig ließ. Doch auch dieses Manko löste sich ab dem 23. März in Wohlgefallen auf und mit fast 20 Grad war der Frühling so richtig angekommen. Nach stark fallendem Luftdruck am Monatsende setzte dann doch noch etwas Niederschlag ein, was aber das Defizit nicht ausgleichen konnte. |
| April | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 8,4 °C erheblich unter dem Schnitt (normal 10,0°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 64,6 l /m² deutlich über dem Schnitt (33% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 16,2 l/m² erzielten wir am 1. bei Dauerregen während des ganzen Tages. Interessant am Rande: |
Der 1. April überraschte mit einem kompletten Wetterumschwung, da Kaltluft aus dem Norden für erheblichen Temperaturrückgang und leichten Schneefall sorgte. Dieser Wintereinbruch im Frühling setzte sich am nächsten Tag mit merklichem Schneefall und Minusgraden fort. Nach einer frostigen Nacht mit -6 Grad taute trotzdem der restliche Schnee untertags komplett weg. Mehrere Tiefdruckgebiete sorgten in den folgenden Tagen für Regen und heftige Windböen mit bis zu 72 km/h, es war schlicht und einfach sehr ungemütlich, eben Aprilwetter. Das verstärkte sich noch durch erneut anhaltenden Regen sowie das erste Gewitter des Jahres am 8. April. Stark steigender Luftdruck leitete am 11. April einen Wetterwechsel ein. Die Sonne schien ganztägig und die Temperatur stieg von Tag zu Tag bis auf 22 Grad an. Dies ließ auf angenehmes Wetter an Ostern hoffen, auch wenn es am Karsamstag einen kleinen Rückschlag durch eindringende Kaltluft gab. Die Hoffnung trügte dennoch nicht und an beiden Feiertagen erfreute ganztägiger Sonnenschein bei allerdings teilweise kaltem Ostwind. Diese 14-tägige Schönwetterlage endete am 24. April, wie auf Grund der Luftdruckverhältnisse erwartet, mit dringend benötigtem Regen und niedrigeren Temperaturen. Zur Versöhnung spendierte uns Petrus dann noch 2 sonnige Tage am Monatsende.. |
| Mai | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 15,7 °C erheblich über dem Schnitt (normal 14,3°C). |
Die Niederschlagsmenge lag mit 39,4 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 48% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 10,0 l/m² erzielten wir am 23. bei über den Tag verteilten Regenschauern. Interessant am Rande: |
Der Maibeginn fiel vom Wetter her etwas dürftig aus, aber in den nächsten Tagen erfreuten Sonnenschein und angenehme Temperaturen, obwohl die Wettervorhersage anders lautete. Am 4. Mai war unser Raum von Gewitterzellen regelrecht umzingelt und um 20:30 erreichten uns Blitz, Donner und der erste Schauer des Monats. Diese etwas unfreundlichere Wetterlage hielt bis zum Muttertag an. Doch bereits am Tag danach kam der Frühling mit frühsommerlichen Temperaturen zurück. Am 10. Mai stieg die Temperatur kräftig an und es kam zum ersten Sommertag des Jahres, dem noch drei weitere folgten. Da war es nicht überraschend, dass am 12. Mai ein Gewitter Regen und Abkühlung brachte. Doch das tat dem sommerlichen Wetter keinen Abbruch, sondern es setzte sich, zwar durch Regen und ein erneutes Gewitter am 16. Mai kurzzeitig unterbrochen, nahezu ungebremst fort. Dies begünstigte das Hoch „Yannes“, das die Temperatur in unserem Raum am 19. und 20. Mai bis auf 30 bzw. 32 Grad ansteigen ließ, die ersten Tropentage waren erreicht. Nach diesem hochsommerlichen Ausflug normalisierte sich die Temperatur bei immer noch vorhandenem Niederschlagsmangel. Das Blatt wendete sich am 23. Mai. Starker Luftdruckabfall sorgte für mehrere kräftige Gewitterschauer und einzelne heftige Sturmböen. Danach sank auch die Tagestemperatur auf einen Schnitt von nur noch 10 Grad. Erst zum Monatsende trat wieder eine Besserung ein. |
| Juni | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 °C extrem über dem Schnitt (normal 17,7°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 38,0 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 47% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 11,0 l/m² erzielten wir am 13. bei heftigem Regenfall zwischen Mitternacht und 4 Uhr. |
Der Start in den meteorologischen Sommeranfang verlief erfreulich bei täglich steigenden Temperaturen und Sonnenschein. Nach einem vorläufigen Höhepunkt mit 28 Grad am 3. Juni machte ein Gewitterschauer ausgerechnet am Pfingstsonntag dem Höhenflug vorübergehend ein rasches Ende. Nach einem etwas erfreulicheren Pfingstmontag ging es unbeständig und regnerisch weiter. Die Wende bahnte sich am 10. Juni an und am Tag danach kannte die Temperatur nur noch den Weg nach oben, um am 12. Juni fast 30 Grad zu erreichen. Ein Gewitterschauer in der Nacht des nächsten Tages konnte endlich die enorme Trockenheit etwas mildern. Nach dem 15. Juni wurde es dann richtig hochsommerlich, denn aus Spanien strömte sehr warme Luft zu uns und ließ das Thermometer am 19. Juni auf 36,2 Grad ansteigen, dem höchsten Juniwert seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983. Einen Tag nach dem astronomischen Sommeranfang setzte endlich am Vormittag ein heftiger Regenschauer ein, begleitet von urplötzlich auftretendem Blitz und Donner. Mit einem weiteren Tropentag verabschiedete sich der Monat. |
| Juli | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,9 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 19,4°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 23,4 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 26% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 8,0 l/m² erzielten wir am 1. bei Niederschlag zwischen 5 Uhr und 16 Uhr. Interessant am Rande: |
Der Juli startete mit Regen und einem Temperatursturz um 18 Grad, was aber Natur und Menschen eher guttat. Doch am nächsten Tag war dieser Ausreißer bereits vorbei und nach Auflösung des Morgennebels erfreute ganztägiger Sonnenschein. Ein weiterhin sehr hohes Temperaturniveau füllte Freibad und Naherholungsgebiet in Donauwörth mit Besuchern, zumal es beim Regen weiterhin Fehlanzeige war. Nach fünf Tagen Hitze und Trockenheit unterbrach am 7. Juli ein leichter Schauer bei starkem Temperaturrückgang diese kurze Hitzeperiode. Die Verschnaufpause bei der Temperatur dauerte immerhin bis zum 12. Juli an., als endlich wieder ein Sommertag auftrat. Doch dann gab es kein Halten mehr. Tag für Tag stieg dank Hoch „Jürgen“ die Temperatur, um am 14. Juli auf 34,4 Grad zu klettern. Aber das sollte noch nicht die Spitze sein. Die sonnigen, extrem warmen Tage setzten sich fort, um am 20. Juli den Höhepunkt mit 37,4 Grad zu erreichen. Das war ein erneuter Temperaturrekord, nämlich die höchste Julitemperatur seit 1983. Dies führte am späten Abend zu heftigen Sturmböen mit bis zu 65 km/h und in der Nacht sorgte ein Gewitterschauer für etwas Abkühlung. Dennoch kannte der Sommer keine längere Pause und das Thermometer überschritt immer wieder die Marke von 30 Grad. Stark fallender Luftdruck kündigte allerdings am 25. Juli eine Wetteränderung an. Die Temperatur sank in den Folgetagen auf erträgliche Werte, doch Regen blieb immer noch Mangelware. Der Monatsletzte heizte uns dann mit 39 Grad nochmals so richtig ein. |
| August | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 21,1 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 19,0°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 135,4 l /m² extrem über dem Schnitt (64% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 97,6 l/m² erzielten wir am 19. bei über den ganzen Tag verteiltem Niederschlag . Interessant am Rande: |
Der August startete mit Sonnenschein und Werten bis 28 Grad, doch gegen Abend ließ ein leichter Gewitterschauer die Temperatur deutlich sinken. Aber schon am Tag danach zeigte sich dasselbe Bild wie im Vormonat, nämlich Temperaturen von 30 bis 36 Grad sowie ganztägiger Sonnenschein. In der Nacht des 6. August brachte endlich ein kurzer Schauer etwas Abkühlung und auch die Tagestemperatur sank in einen erträglichen Bereich. Doch schon am nächsten Tag war es trotz heftiger Windböen aus Nordwesten erneut sommerlich warm. Oft ging die Temperatur sogar nur knapp an einem Tropentag vorbei und die Sonne brannte den ganzen Tag vom Himmel. So war es kein Wunder, dass Rasenflächen verdorrten und Bäume bereits Laub abwarfen. Ab dem 13. August begann der Luftdruck erheblich zu sinken und kündigte damit für die nächste Zeit einen Wetterumschwung an. Dieser trat bereits am Tag danach ein, denn ein Gewitter, begleitet von einem heftigen Schauer, bescherte uns 13,8 l/m² Regen. Dabei blieb es nicht, sondern in den nächsten Tagen fiel erneut kräftiger Niederschlag, davon am 19. August die Rekordmenge von 97,6 l/m², dem höchsten Tageswert in den letzten 40 Jahren. Zwei Tage später kehrte das Wetter zum gewohnt sonnigen Verlauf zurück, und auch die Temperatur näherte sich der 30 Grad-Marke und so endete der Monat hochsommerlich. |
| September | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 13,5 °C deutlich unter dem Schnitt (normal 14,4°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 87,0 l /m² sehr deutlich über dem Schnitt (52 % mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 22,0 l/m² erzielten wir am 8. bei Starkregen zwischen ein Uhr und 3 Uhr. Interessant am Rande: |
Der September startete etwas verhalten, doch ab dem 4. September meldete sich der Sommer zurück und vier Tage lang folgte bei nahezu niederschlagsfreiem Wetter ein Sommertag dem anderen. Am 8. September erfolgte allerdings ein merklicher Umschwung. Bei einem relativ heftigen Gewitter in den Stunden nach Mitternacht setzte starker Regen ein, der die Trockenheit deutlich milderte, zumal sich der Niederschlag in den nächsten Tagen fortsetzte. Ein Versuch, den Spätsommer etwas fortzuführen, gelang weitere zwei Tage, an denen die Temperatur nochmals 25 Grad erreichte. Doch ab dem 15. September zeigte sich die Temperatur eindeutig herbstlich geprägt, da eine Kaltfront aus Norden die Warmfront aus dem Süden bei weiteren Regenschauern langsam verdrängte. Diese ab dem 21. September nachts fast winterliche anmutende Witterung hielt bei einstelligen Nachttemperaturen, die auf 2,3 Grad sanken, bis zum 23: September an. Dennoch brachte die Sonne untertags noch 16 bis 18 Grad zustande. Nachdem in der letzten Monatswoche der Luftdruck auf 996 Hektopascal, dem niedrigsten Septemberwert seit dem Jahr 2000 sank, endete der Monat kalt und regnerisch. Insgesamt betrachtet bot der September in der ersten Hälfte noch Sommer pur, vollführte dann aber bei viel Niederschlag und deutlich sinkenden Temperaturen einen gewaltigen Rutsch in Richtung kühler Herbst, zumal auch der Sonnenschein nicht ganz zufriedenstellen konnte. |
| Oktober | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 12,3 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 9,5°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 46,8 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 77 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 13,4 l/m² erzielten wir am 15. bei Dauerregen zwischen 0 Uhr und 8 Uhr. Interessant am Rande: |
So ungemütlich wie der September endete, startete der Oktober, nämlich mit Regen, niedrigen Temperaturen und heftigen Windböen. Erst am 3. Oktober bahnte sich nach stark steigendem Luftdruck eine Änderung an und die Sonne ließ sich zeitweise wieder sehen. Von nun an ging es täglich weiter bergauf, obwohl es immer Mittag wurde, bis sich der Morgennebel auflöste. Doch danach erfreuten Temperaturen bis 21 Grad. Auch wenn das Temperaturniveau in den nächsten Tagen etwas zurückging, konnte man am Marktsonntag einen Hauch von “Goldenem Oktober“ genießen. Ab dem 11. Oktober verhinderte leider hartnäckiger Hochnebel Sonnenschein und vor allem etwas höhere Temperaturen. Nächtlicher Dauerregen sorgte mit einer Regenmenge von 13,4 l/m² dafür, dass zu Monatsmitte auch tatsächlich 55% des Monatsniederschlages erreicht war. Ab dem 16. Oktober ließen sich bei Werten von über 20 Grad noch einige Spätsommertage genießen. Ein kleiner Rückzieher erfolgte am 20. Oktober, denn bei wolkenverhangenem Himmel sank die Zahl der Sonnenstunden rapide und daher auch die Tagestemperatur. Der Herbst ließ sich nicht mehr leugnen, obwohl es immer noch sehr mild war. Doch zum Monatsende sorgte Warmluft aus Südeuropa dafür, dass der Herbst wirklich nochmals golden wurde.mit Sonnenschein und für die Jahreszeit hohen Temperaturen.Insgesamt betrachtet war der Oktober bei wenig Niederschlag ein viel zu warmer, sehr angenehmer Herbstmonat, nur etwas getrübt durch die vielen Nebeltage, wobei dennoch das Soll an Sonnenstunden erreicht wurde. |
| November | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 5,7 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 4,4°C). Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 38,2 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 67 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit nur 7,8 l/m² erzielten wir am 18. bei über den Tag verteiltem Niederschlag. Interessant am Rande: |
Der November startete mit ungewohnt hohen Temperaturen und nach Nebelauflösung zeigte sich die Sonne für ein paar Stunden. Doch damit war zwei Tage später Schluss, denn Dauernebel ließ das Thermometer nur noch auf 8 Grad steigen. Damit kehrten nun herbstliche Normalwerte ein. Ein kleiner Lichtblick bahnte sich allerdings am 7. November an, als nochmals Warmluft aus dem Süden zu uns drang und bei 4 Stunden Sonnenschein die Temperatur für einige Tage immerhin auf 14 Grad kletterte. Ein krasser Umschwung zu schon spätherbstlichem Wetter erfolgte am 11. November, als die Temperatur bei Dauernebel nur noch 5 Grad betrug. Dieses Wechselspiel zwischen deutlich zu hohen Werten und üblicher Novembertemperatur setzte sich für einige Tage fort. Nachdem sich ab dem 14. November die Sonne wieder häufiger sehen ließ, stieg die Temperatur nochmals deutlich an, doch dann kam der Rückzieher. Es wurde merklich kälter, wenn auch immer noch ohne Nachtfrost und es setzte verstärkt Regen ein, der aber auch dringend nötig war. Bei ganztägigem Nebel wollte das Thermometer nur noch knapp über Null Grad steigen.Insgesamt betrachtet war der November bei deutlich zu wenig Niederschlag ein viel zu warmer, häufig angenehmer Herbstmonat, nur getrübt durch die vielen Nebeltage, wodurch das Soll an Sonnenstunden nicht ganz erreicht wurde. |
| Dezember | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,5 °C über dem Schnitt (normal 1,4°C). Das Tagesmaximum von 15,9 °C wurde am 31. um 14 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -13,8 °C am 17. um 22 Uhr 50. Erwähnenswert: |
Die Niederschlagsmenge lag mit 56,8 l /m² unter dem Schnitt (nur 88 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 12,8 l/m² erzielten wir am 23. bei über den Tag verteiltem Niederschlag und Starkregen um 20 Uhr 20. Interessant am Rande: Und wieder sah es, wie in den Vormonaten, so aus, als würde auch der Dezember durch Niederschlagsmangel glänzen. Bis Monatsmitte waren erst 7% des Monatsniederschlags gefallen. Wir erzielten bis Monatsende zwar 7 Tage mit Schneefall (normal 5), doch das war nicht ausreichend, das Defizit auszugleichen. Hätte nicht das bekannte Weihnachtstauwetter eingesetzt und einige niederschlagsreichere Tage verursacht, wäre die Monatsbilanz noch schlechter ausgefallen. Die Windmenge war im Dezember gering und wir erzielten 6 Tage mit starken Böen (normal 6). |
Der meteorologische Winteranfang begann mit Werten knapp über Null Grad und Regen, also noch kein echter Winterbeginn. Dafür dauerte bis zum 10. Dezember eine recht ungemütliche Zeitspanne an, gekennzeichnet durch Nebel, Nebelnässen und keinerlei Sonnenschein. Doch dann senkte bei tiefem Luftdruck aus dem Norden vordringende Kaltluft am 8. Dezember die Temperatur fast ganztags unter Null Grad. Da war es nicht erstaunlich, dass am Tag darauf Schneeregen einsetzte, was aber für eine winterliche Landschaft nicht ausreichte. Dieser Abwärtstrend bei der Temperatur setzte sich jahreszeitgemäß fort. Richtig frostig wurde es ab dem 12. Dezember, als arktische Kaltluft mit einer Temperatur von 9,3 Grad in unseren Raum vordrang. Am 14. Dezember überraschte eine gefährliche Wettersituation unseren Raum. Nach wie vor einströmende Kaltluft aus dem Norden und ein Tief, das Warmluft aus dem Süden hierher beförderte, ließ Regen auf den kalten Straßen zu Blitzeis erstarren. Erst nach einiger Zeit ging der Regen in Schneefall über, was die Sache aber auch nicht unbedingt besser machte. Die Folge waren massive Verkehrsprobleme in unserem Raum. Erneut erheblicher Schneefall am 15. und 16. Dezember hüllte bei einer Schneehöhe von 17 Zentimeter die Landschaft in ein weißes Kleid. Dazu war endlich die Sonne ganztags zu sehen und schönstes Winterwetter ließ die dunklen Tage für einen Moment vergessen. Am 20. Dezember fiel am Morgen bei immer noch erheblichen Minusgraden kurzzeitig Regen, der Straßen und Wege erneut spiegelglatt werden ließ. Doch pünktlich zum kalendarischen Winteranfang stieg die Temperatur täglich an und anstatt Schnee fiel Regen. Weiße Weihnachten wie zuletzt im Jahr 2010 waren damit wieder einmal Geschichte. Kaum waren die Feiertage vorbei, ließ sich die Sonne wieder sehen. Mit einem rekordverdächtigen Temperaturanstieg endete der Monat. Insgesamt bertrachtet war der Dezember trotz eines achttägigen Kälteeinbruchs bei deutlich zu wenig Niederschlag erneut ein geringfügig zu warmer Wintermonat mit einem erheblichen Sonnenscheinmangel |
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