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Monatsberichte
2012
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| Januar | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von
+1,7°C erheblich über dem Schnitt (normal
0,1°C). Es gab 29 kalte Tage (genau im Schnitt), nur 16 Frosttage (normal 21) und lediglich 3 Eistage (normal 10). Das Tagesmaximum von 11,1 °C wurde am 1. um 15 Uhr 35 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -7,6 °C am 18. um 6 Uhr 40. Ähnlich wie der Dezember wies auch dieser Monat heftige Luftdruckgegensätze auf (26,5 hPa Differenz am 5.), doch der Gesamtmonat lag mit 1020,6 hPa eindeutig im Hochdruckbereich. Erwähnenswert: Die warme Witterung des Dezember setzte sich im Januar nahtlos fort. So lag die Durchschnittstemperatur bis zum 7. unglaubliche 5 Grad über dem Normalwert. Bis zum 13. waren lediglich 2 Frosttage zu verzeichnen. Erst am 14. zeichnete sich ein deutlicher Wandel ab und am 27. trat sogar der erste Eistag des Monats auf. Dennoch war der Monat zu warm, erkennbar an der niedrigen Zahl der Frosttage und der vernachlässigbaren Zahl von Eistagen. Dass es noch wärmer geht, zeigt Januar 2007, der einen Schnitt von 4,1°C aufwies. Um einen richtig kalten Januar zu finden, muss man bis 2009 zurückgehen, wo ein Schnitt von -3,7°C zu verzeichnen war. Von der Sonne wurden wir in der ersten Monatshälfte wahrlich nicht verwöhnt. So erzielten wir bis zum 13. gerade mal 10 Stunden Sonne. Da war es eine Wohltat, als am 16. und 18. endlich mal die Sonne mehr als 6 Stunden schien und so das erhebliche Defizit milderte. Dennoch war die Zahl der Tage mit einer Stunde Sonne oder weniger mit 18 recht hoch: Erstaunlicherweise wurde der übliche Schnitt mit 46 Stunden bis zum Monatsende recht genau erreicht. Wie unterschiedlich der Januar beim Sonnenschein sein kann, zeigen Januar 2009 (104 Stunden) und Januar 2010 (30 Stunden) |
Die Niederschlagsmenge lag mit 113,8 l/m²
erneut extrem über dem Schnitt (
219
% des üblichen Wertes). Den
höchsten Tageswert
mit 17 Litern erzielten wir am 19. - bei einem
Niederschlagsmaximum zwischen 22 und 24 Uhr. |
Mit milden 11°C
startete das neue Jahr alles andere als winterlich. Recht böig bei
heftigen Schauern wurde der Wind am 4., als wir die Ausläufer des
Sturmtiefs „Ulli" zu spüren bekamen. Und schon näherte sich am
5. bei stark fallendem Luftdruck das Orkantief „Andrea", das uns
sehr hohe Windgeschwindigkeiten, kräftige Schauer und sogar ein
Gewitter bescherte. Auch in den nächsten Tagen ging es bei sinkenden
Temperaturen stürmisch und regenreich weiter. Erst ab dem 9. setzte
eine gewisse Wetterberuhigung ein. Dass es Januar ist, merkte man
erstmals am 15., als zumindest eine Nachttemperatur von -4,6°C erreicht
wurde, die in den Folgetagen noch weiter bis auf -7,6°C absank. Dafür
ließ sich die Sonne 4 Tage lang für längere Zeit sehen und auch die
UV-Strahlung stieg bereits geringfügig an. Leider erfolgte bereits am
19. ein erneuter Wetterwechsel mit Sturm und erheblichem Regen bei
abermals zu hohen Temperaturen. Diese unfreundliche Wetterlage hielt
auch in den Folgetagen an. Erst am 26. konnten wir nach Nebelauflösung
einen sonnigen Tag genießen. Der Schneefall am nächsten Tag war nur
von kurzer Dauer und ging dann in Nieselregen über. Endlich wurde es am
28. erstmals in diesem Monat richtig Winter. Heftiger Schneefall
zauberte eine schöne Winterlandschaft herbei und auch die Temperaturen
zeigten sich winterlich. Insgesamt betrachtet war der Monat erneut deutlich zu warm, wiederum sehr stürmisch und dabei extrem niederschlagsreich. |
| Februar | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von
-3,2°C ungewöhnlich stark
unter dem Schnitt (normal
1,1°C). Es gab 26 kalte Tage (normal 24), 21 Frosttage (normal 19), 13 Eistage (normal 6) und sogar 12 sehr kalte Tage (Minimaltemperatur unter -10°C, normal einer). Das Tagesmaximum von +11,8 °C wurde am 29. um 13 Uhr 45 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -18,1 °C am 5. um 7 Uhr 45. Der Luftdruckverlauf zeigte sich recht konstant: Bis zum 14. beeinflussten massive Hochdruckgebiete unser Wetter und auch in der 2. Hälfte gab es nur einen kurzen Abstecher in den Tiefdruckbereich. Daraus resultierte schließlich ein Schnitt von 1026,3 hPa. Erwähnenswert: Der Februarbeginn zeigte, dass es so wie im Dezember und Januar nicht weitergehen konnte. Bis zum 12. lag die Durchschnittstemperatur bei -10,8°C. Der bereits am 29.1. einsetzende Dauerfrost dauerte bis zum 14. an (fast 16 Tage). Dass uns diesen Monat eine extreme Kältewelle traf, zeigt nicht nur die sehr hohe Zahl der sog . „sehr kalten Tage", sondern auch ein Vergleich: man muss bis Februar 1986 zurückgehen, um einen Tiefstwert von -18°C zu finden. Der Monatsschnitt von -3,2 °C steht nach Februar 1986 (Schnitt -4,5°C) bei den Rekordwerten an zweiter Stelle. Getoppt im Hinblick auf Tiefsttemperaturen wurde das Ganze nur noch in anderen Monaten: Januar 1987 mit -20°C und März 2005 mit ebenfalls -20°C. Im Gegensatz zum Vormonat begann der Februar deutlich sonniger. So wurden uns bis zum 8. bereits 44 Sonnenstunden beschert und die sonnige Wetterlage dauerte fast bis Monatsmitte an. Am 12. wurde sogar erstmals eine Sonnenscheinzeit von 8 Stunden erreicht. So war die Gesamtbilanz recht ausgeglichen: 10 Tagen mit 6 Stunden Sonne und mehr (davon an 4 Tagen sogar 8 Stunden Sonne) standen 10 Tage mit nur einer Stunde oder weniger gegenüber. Bis Monatsende wurden beachtliche 108 Stunden erreicht (normal 73). |
Die Niederschlagsmenge lag mit 17,8 l/m²
extrem unter dem Schnitt (nur 35% des üblichen
Wertes)
.
Den höchsten Tageswert
mit nur 5 Litern erzielten wir am 19. - bei leichten
Niederschlägen zwischen 3 Uhr und 10 Uhr. |
Nach dem sehr
milden Januar begann der Februar sonnig und mit strengem Frost, der sich
täglich massiv verstärkte. Tag für Tag sank die Quecksilbersäule
weiter, um am 5. dann den Tiefpunkt mit -18,1°C zu erreichen. Häufig
ganztägiger Sonnenschein ließ uns die Temperaturen nicht ganz so
unangenehm empfinden. Nach leichtem Schneefall am 7. war das krasse
Temperaturtief etwas überwunden. Dennoch dauerte die klirrende Kälte
an, aber auch das sonnige Winterwetter und es herrschten weiterhin
beachtliche Minusgrade im zweistelligen Bereich. Am 13. zeichnete sich
ein Wetterwandel ab: es fiel Schnee und der Frost schwächte sich
merklich ab. So lag die Tiefsttemperatur am 14. „nur" noch bei
-5,4°C und erneuter Schneefall ließ die Schneedecke anwachsen. Am
selben Tag. wurde dann erstmals die Null-Grad-Marke wieder leicht
überschritten und tags darauf setzte relativ heftiger Schneefall ein.
Rapide ansteigende Temperaturen (am 16. bereits +4°C) ließen die
Schneedecke spürbar schmelzen. Bis zum 18. ging es mit den Temperaturen
weiter bergauf, doch dann wurde es bei Sonnenschein nochmals für einige
Tage winterlich kalt. Ab dem 22. wendete sich das Blatt erneut und die
Tagestemperaturen stiegen auf zweistellige Werte an. Insgesamt betrachtet war der Monat in der ersten Hälfte ungewohnt kalt. Zahlreiche Sonnenstunden und eine geringe Niederschlagsneigung ließen den Monat zu einem erfreulichen Wintermonat werden. |
| März | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
|
Der Monat lag mit einer
Durchschnittstemperatur von +7,3°C ganz
erheblich über dem Schnitt (normal 5,2°C). |
Die Niederschlagsmenge lag mit 12,4 l/m²
extrem unter dem Schnitt (nur 21% des üblichen
Wertes)
.
Den höchsten Tageswert
mit nur 3,4 Litern erzielten wir am 5. - bei einem
Schauer zwischen 8 Uhr und 9 Uhr. |
Der meteorologische
Frühlingsbeginn zeigte sich leider nicht so sonnig und warm wie im
Allgäu, sondern die ersten Tage war Hochnebel und damit tristes Grau
mit leichtem Nieselregen vorherrschend. Zusehends sank auch die
Temperatur ab. Am 6. und 7. ließ sich dann nach Nachtfrost erstmals die
Sonne für knapp 6 Stunden blicken. Danach folgten zwar noch 3 trübe
Tage, doch am 14. deutete sich bereits ein grundlegender und
weitreichender Wandel zu vorfrühlingshaftem Wetter an. Am 16. war es
dann bei überraschenden 21,3°C wirklich frühlingshaft warm. Auch der
kalendarische Frühlingsanfang machte seinem Namen mit strahlend blauem
Himmel und angenehmen Temperaturen alle Ehre. Die Tendenz ging bei den
Temperaturen weiterhin deutlich nach oben, so dass wir in den Folgetagen
nahezu bis Monatsende angenehme Werte (am 25. und 28. immerhin 20 °C)
bei viel Sonnenschein genießen konnten. Lediglich ab dem 29. ließen
aufkommende heftige Windböen und deutlich sinkende Temperaturen den
Spaß am Aufenthalt im Freien schwinden. Insgesamt betrachtet war der Monat in weiten Teilen ein sehr warmer, sonniger und extrem trockener Frühlingsmonat. |
| April | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 9,3°C
unter dem Schnitt (normal 9,6°C). Es gab noch 7 kalte Tage (normal 5), 4 Frosttage (normal 3), aber auch schon 6 warme Tage (normal 4), 4 Sommertage (normal einen) und überraschend einen heißen Tag (normal keinen). Das Tagesmaximum von 31,8 °C wurde am 28. um 16 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -2,1 °C am 2. um 6 Uhr 45. Der Luftdruck bewegte sich nahezu ständig im Tiefdruckbereich (besonders krass am 10. und 19.), und daraus resultierte ein Schnitt von nur 1004,9 hPa. Erwähnenswert: Präsentierte sich der April 2011 als Sommermonat (4 Sommertage und eine Maximaltemperatur von 26,4°C), so erwies er sich heuer zunächst als das genaue Gegenteil. Vom 5 bis zum 9. sowie vom 15. bis 16. bewegten sich die Maximaltemperaturen im einstelligen Bereich und der Schnitt lag über die Monatsmitte hinaus 2,5°C unter dem Normalwert. Erst gegen Monatsende setzte ein rasanter Wandel ein. Am 27. konnten wir den ersten Sommertag, am 28. den ersten heißen Tag genießen, was für April ein neuer Rekord war. Mit einem Wert von 7 lag der UV-Index gegen Monatsende unerwartet hoch auf Grund der noch zu dünnen Ozonschicht. Auch beim Sonnenschein mussten wir in der ersten Monatshälfte gewaltige Abstriche hinnehmen. Erst im letzten Drittel gelang eine enorme Aufholjagd und wir erzielten immer hin 7 Tage mit 10 Stunden Sonne, allerdings auch 8 Tage mit nur einer Stunde Sonne oder weniger. So wurden bis Monatsende doch noch 150 Stunden erreicht (normal 160). Was für ein Gegensatz zu April 2007, der mit 325 Sonnenstunden aufwarten konnte. |
Die Niederschlagsmenge lag mit 36,6 l/m²
deutlich unter dem Schnitt (nur 67% des üblichen
Wertes)
.
Den höchsten Tageswert
mit nur 6,4 Litern erzielten wir am 24. - bei über
den ganzen Tag verteilten Niederschlägen. |
Der Monat startete
sonnig, aber mit Nachtfrost. Ab dem 4. zeichnete sich ein deutlicher
Temperaturrückgang ab, was für Ostern kein gutes Vorzeichen war. Am 5.
setzte endlich dringend nötiger Niederschlag ein, wenn auch bei weitem
nicht in ausreichender Menge. Am Ostersonntag waren dann Dächer und
Landschaft leicht mit Schnee bedeckt, kein Wunder bei einer
Morgentemperatur von 1°C und einem Maximalwert von 5,9°C. So war dann
auch am Ostermontag eher der Wintermantel angesagt. Ein regelrechter
Temperatursprung (typisch April) ereignete sich am 10.: mit 20,2°C lag
die Temperatur um 13°C höher als am Vortag. Bereits am nächsten Tag
war diese Eintagsfliege gestorben und bei Regen und 11°C waren wir
wieder im April gelandet. Nun wurde es von Tag zu Tag kühler und am 15.
erreichten wir nur noch eine Maximaltemperatur von 8,8°C. Doch launisch
wie der April nun meist mal ist, änderte sich das in den Folgetagen
bereits wieder. Ständige Temperatursprünge und ein Wechsel zwischen
Sonnenschein und Regen prägte das Bild bis zum 24. Doch dann wendete
sich das Blatt und extrem warme Luft aus dem Süden brachte ab dem 26.
einen Vorgeschmack auf den Sommer, ein in diesem Monat bisher
ungewohntes Gefühl. Insgesamt betrachtet war der Monat fast bis Monatsende deutlich zu kalt, erneut sehr trocken und unbeständig bei etwas zu wenig Sonnenschein. |
| Mai | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von
15,5°C deutlich über dem Schnitt (normal 14,4°C). Es gab keinen kalten Tag mehr (normal einen), dafür aber schon 22 warme Tage (normal 17), 11 Sommertage (normal 5) und sogar einen heißen Tag (normal keinen). Das Tagesmaximum von 31,6 °C wurde am 11. um 16 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug +0,1 °C am 17. um 5 Uhr 40. Der Luftdruck wies erhebliche Schwankungen auf. Besonders krass war der Druckabfall vom 18. bis 21. Erwähnenswert: Im Gegensatz zum April verlief der Mai in der ersten Dekade mit einem Schnitt von 15,6°C deutlich wärmer als üblich. Erst der Vorstoß von Polarluft am 12. führte zu einem abrupten Temperatursturz mit absolutem Tiefpunkt am 16., der erst in der zweiten Monatshälfte langsam, aber stetig überwunden wurde. Vom Temperaturverlauf her war es mit einer regelrechten Achterbahnfahrt vergleichbar: Sommer und Winter in einem Monat. Über Mangel an Sonnenschein konnte man diesen Monat nicht klagen. 6 Tage mit 12 Stunden Sonne und mehr (darunter sogar 2 Tage mit 14 Stunden) ließen die 2 Tage mit nur einer Stunde Sonne vergessen. So waren am Ende immerhin 247 Sonnenstunden zu vermelden (normal 200). |
Die
Niederschlagsmenge lag mit 45 l/m² erneut
deutlich unter dem Schnitt (nur 53% des üblichen
Wertes).
Den höchsten Tageswert mit
13,2 Litern erzielten wir am 16. - bei mehreren über
den ganzen Tag verteilten Schauern. Mit 13 Niederschlagstagen (normal 14) lagen wir fast im Schnitt Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 16. um 15 Uhr 20 mit 45 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,1 km/h im üblichen Wertebereich. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus Nordwest. Interessant am Rande: Der Mai, der ja im Normalfall eher ein regenreicher
Monat ist (normal 84 l/m²), zeigte sich dieses Jahr
ähnlich trocken wie die drei Vormonate. Kein Wunder,
es fiel ja auch nur an 4 Tagen nennenswerter
Niederschlag, die restlichen 9 Regentage waren
vernachlässigbar. |
Der Start in den Mai
gestaltete sich angenehm warm und gleich am 2. genossen wir den ersten
Sommertag. Erst am 5. deutete sich ein Wandel in Richtung kühleres,
regnerisches Wetter an, was für die Natur aber enorm wichtig war. Doch
bereits ab dem 8. stiegen die Temperaturen an und es war angenehm mild.
Dies gipfelte am 10. und 11. in hochsommerlichen Temperaturen bis
31,6°C. Und dann der Schock. Pünktlich, dass man die Uhr danach hätte
stellen können, beendeten die Eisheiligen am 12. das sommerliche
Zwischenspiel und der Maximalwert sank am 13. auf 15 °C. Vor Nachtfrost
blieben wir aber verschont. Nahezu winterlich kalt wurde es am 16., als
bei heftigen Windböen und Graupelschauern die Durchschnittstemperatur
nur noch 6°C betrug. An Christi Himmelfahrt zeichnete sich langsam ein
Lichtblick ab und wir konnten immerhin 10 Stunden lang die Sonne
genießen. Dieser Aufwärtstrend hielt an und bei weiter zunehmendem
Sonnenschein wurde am 19. endlich wieder ein Sommertag erreicht, was
sich in den Folgetagen fortsetzte. Nachdem die schwül-warme Luft ab dem
25. durch trockenere Luft aus dem Norden abgelöst wurde, konnten wir an
den Pfingsttagen (27./28.) gefahrlos Unternehmungen planen. Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zu warm, zu trocken und recht sonnenscheinreich. |
| Juni | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 17,7°C über dem Schnitt (normal 17,3°C). Es gab 24 warme Tage (normal 22), 13 Sommertage (normal 10) und 4 heiße Tage (normal 2). Das Tagesmaximum von 32,4 °C wurde am 30. um 16 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 7,4 °C am 5. um 7 Uhr 05. Der Luftdruck zeigte ein stetiges Auf und Ab und lag vor allem in der ersten Monatshälfte meist im Tiefdruckbereich. (Schnitt: 1012,2 hPa) Erwähnenswert: Wie schon oft erwähnt, tritt ja die sog. "Schafskälte" in unseren Breiten zwischen dem 4. und 20. Juni auf. So machte sie sich auch heuer wieder recht pünktlich bereits ab dem 4. bemerkbar, wenn auch in sehr abgemilderter Form. Dennoch lag die Durchschnittstemperatur 14 Tage in Folge ganz erheblich unter dem Schnitt (ausgenommen den 7.). Erst nach Monatsmitte setzte der große Wandel in Richtung hochsommerliches Wetter ein und das Temperaturdefizit konnte völlig ausgeglichen werden. Für einen Juni war die Sonnenscheindauer bis zum 14. mehr als mager. An keinem Tag wurden bis dahin mehr als 6 Stunden Sonne erreicht. Auch hier setzte, ähnlich wie bei den Temperaturen, am 15. der Wandel ein. So erzielten wir letztlich doch wenigstens magere 4 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr, leider auch 6 Tage mit nur 2 Stunden. Am Monatsende konnten wir so 192 Sonnenstunden verzeichnen (normal 214). Da sehnt man sich nach dem Rekordjuni 2007, der 239 Stunden aufzuweisen hatte. |
Die Niederschlagsmenge lag mit 103,0 l/m² über dem Schnitt
(26% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 15,4 Litern erzielten wir am 13. - bei bei einem Starkregen ab 18 Uhr. Mit 20 Niederschlagstagen (normal 15) lagen wir deutlich über dem Schnitt. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 30. um 21 Uhr 45 mit 74 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,5 km/h recht niedrig. Dabei wehte der Wind erneut hauptsächlich aus Nordwest. Interessant am Rande: Nach 4 zu trockenen Monaten änderte sich im Juni das Bild grundlegend. Bis zum 8. waren bereits 50% des Monatsniederschlags gefallen und am 21. war das Monatssoll erreicht. Da immer wieder schwül-warme Luft auf kältere Luftmassen traf, kam es zu häufigen Niederschlägen und die Gewitterneigung war etwas erhöht. So verzeichneten wir 6 leichte Gewitter (normal 4). Dieser Monat war heuer der windärmste Monat, obwohl an 7 Tagen Geschwindigkeiten von 30 km/h und mehr auftraten. |
Der Juni begann etwas kühler und regnerisch, doch genau das war für die Natur dringend nötig. Allerdings war dadurch vom Sommer bis zum 6. nicht so richtig etwas zu spüren. Erst am 7. erzielten wir den ersten Sommertag, aber gleichzeitig auch gegen Abend einen heftigen Schauer mit leichtem Gewitter. Recht wechselhaft und eher leicht unterkühlt entwickelte sich das Wetter weiter. Am 11. kam es bei einem Gewitter zu Starkregen mit einer unglaublichen Regenrate von 295 l/m² sowie leichtem Hagelschlag. Nass und kühl zeigten sich auch die folgenden Tage. Erst am 15. trat eine Wetterbesserung ein, die endlich mal wieder zu einem Sommertag und einen Tag danach sogar zu einem heißen Tag führte. Diese sommerliche, aber etwas labile Witterung hielt über den kalendarischen Sommeranfang am 21. hinaus an. Erst am 25. wurde es merklich kühler, doch bereits einen Tag später stiegen die Temperaturen erneut deutlich an. Sehr heiß und mit einem Paukenschlag in Form von heftigsten Sturmböen, Schauern und Gewitter
endete der Monat. Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zweigeteilt: in der ersten Hälfte erheblich zu kalt und sonnenarm, in der zweiten Hälfte dagegen ausgesprochen sommerlich. |
| Juli | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von
18,9°C unter dem Schnitt (normal 19,2°C). Es gab 28 warme Tage (normal 27), 16 Sommertage (normal 15) und 3 heiße Tage (normal 4). Das Tagesmaximum von 34,6 °C wurde am 27. um 16 Uhr 05 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 9,1°C am 23. um 4 Uhr 55. Der Luftdruck bewegte sich in der ersten Monatshälfte fast dauernd im Tiefdruckbereich. (Schnitt: 1013,7 hPa) Erwähnenswert: Obwohl seit Monatsbeginn kein konstantes Sommerhoch in Sicht war, lag die Durchschnittstemperatur bis zum 11. dennoch 0,6°C über dem Schnitt. Das konnte aber nichts daran ändern, dass es danach vom 12. bis 22. mit kurzen Unterbrechungen stetig bergab ging und wir weit von üblichen Werten entfernt waren. Erst ab dem 24. wendete sich das Blatt und eine Hitzewelle ließ den Schnitt deutlich ansteigen. Bis Monatsmitte war die Sonnenausbeute recht mäßig: gerade mal 35% des üblichen Wertes. Auch der Gesamtmonat konnte als Sommermonat nicht überzeugen: nur 4 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr (2010 waren es stolze 14 Tage) und dafür 5 Tage mit nur 2 Stunden Sonne oder weniger. Entsprechend mager fiel die Bilanz aus: lediglich 202 Sonnenstunden (normal 229). |
Die
Niederschlagsmenge lag mit 60,4 l/m² deutlich
unter dem Schnitt (nur 68% des üblichen Wertes).
Den höchsten Tageswert mit
15,2 Litern erzielten wir am 7. - bei bei einem
Schauer zwischen 3 Uhr und 8 Uhr. Mit 15 Niederschlagstagen (normal 14) lagen wir im Schnitt. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 14. um 14 Uhr 50 mit 42 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,0 km/h relativ hoch. Dabei wehte der Wind erneut hauptsächlich aus Nordwest. Interessant am Rande: Ähnlich wie im Vormonat begann der Juli
niederschlagsreich. So war bereits bis zum 9. die
Hälfte des Monatssolls erreicht. Doch ab Monatsmitte
herrschte im Gegensatz zu Norddeutschland eher
Trockenheit, was am niedrigen Wasserstand von Donau
und Wörnitz zu erkennen war. |
Die Gewitterfront, die bereits
kurz vor Mitternacht am 30. Juni blitzartig aufgezogen war, führte am
Monatsersten die ganze Nacht über zu einer hohen Blitzrate mit Schauern
und Sturmböen. Doch bereits ab dem 4. war sommerliche Witterung
vorherrschend, wobei sich die Wetterlage über Tage hinweg als sehr
unbeständig erwies. So zeigte sich ein ständiger Wechsel zwischen
Sonnenschein, Schauern und Gewitter. Ab dem 12. zog sich der Sommer
merklich zurück und die Maximalwerte gingen auf 21°C zurück. Auch ein
kurzes sommerliches Zwischenspiel am 18. und 19. konnte nicht darüber
hinwegtäuschen, dass sich der Sommer nicht so richtig einstellen
wollte. Das änderte sich erst am 23., als nach deutlichem
Luftdruckanstieg und ganztägigem Sonnenschein endlich wieder ein
Sommertag und danach sogar der erste heiße Tag des Monats erzielt
wurde. Diese „Mini-Schönwetterperiode" bescherte uns am 27. den
bisher heißesten Tag des Jahres mit 34,6°C und die wärmste Nacht mit
einer Minimaltemperatur von 19°C. Insgesamt betrachtet war der Monat überaus unbeständig bei einem deutlichen Sonnenschein- und Niederschlagsmangel und erst zu Monatsende wurde es so richtig sommerlich heiß. |
| August | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von
19,7°C deutlich über dem Schnitt (normal 18,8°C). Es gab 30 warme Tage (normal 26), 18 Sommertage (normal 14) und 5 heiße Tage (normal 3). Das Tagesmaximum von 35,6°C wurde am 20. um 16 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 9,8°C am 13. um 6 Uhr 30. Der häufig wechselnde Luftdruck wies einen Schnitt von 1014,9 hPa auf. Erwähnenswert: Sieht man von den etwas bescheidenen Temperaturwerten vom 6. bis 11. ab, konnte man über den August als Sommermonat nicht klagen. Sämtliche Durchschnittswertewerte bei Sommertagen und heißen Tagen wurden deutlich überschritten. Werte des Rekord-August 2003 (14 heiße Tage und 28 Sommertage) wurden allerdings bei weitem nicht erreicht. Auch von einer Tropennacht (Minimaltemperatur >= 20°C) waren wir in der wärmsten Nacht des Monats (am 22.) mit 19,3°C noch etwas entfernt. Die Sonnenscheindauer lag im üblichen Rahmen. 4 Tagen mit 10 Stunden Sonne standen nur 3 Tage mit einer Stunde Sonnenschein gegenüber. So lag die Gesamtbilanz mit 220 Stunden geringfügig über dem Schnitt (normal 213). |
Die
Niederschlagsmenge lag mit 94,2 l/m² über dem
Schnitt (24% mehr als üblich).
Den höchsten Tageswert mit
30,6 Litern erzielten wir am 3. - bei bei einem
Starkregen zwischen ein Uhr und 3 Uhr sowie um 14 Uhr. Mit 15 Niederschlagstagen (normal 13) lagen wir fast im Schnitt. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 26. um 15 Uhr mit 38,6 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,7 km/h ausgesprochen niedrig. Dabei wehte der Wind zu etwa gleichen Teilen aus Nordwest und Ost-Südost. Interessant am Rande: Zwei Tage mit heftigem Niederschlag (am 3. und 6.)
sorgten dafür, dass bis zum 7. bereits 57% des
Monatsniederschlags erreicht waren. Doch dann
herrschte erheblicher Niederschlagsmangel und die
Waldbrandgefahr stieg deutschlandweit massiv an. Am
24. wurde bereits das Monatssoll erreicht, da am 16.
und 24. erneut erhebliche Niederschlagsmengen erzielt
wurden. So kam es zur kuriosen Situation, dass trotz
erheblicher Trockenheit in weiten Teilen des Monats
ein Niederschlagsüberschuss eintrat. |
Der 1. August begann so, wie
man es sich wünscht: wolkenlos und mit einem Temperaturmaximum von fast
32°C. In der Nacht des 3. glich während eines leichten Gewitters ein
massiver Regenschauer (30,6 l/m²) den aktuellen Niederschlagsmangel
etwas aus. In den Folgetagen blieben die Temperaturen bis zum 11. auf
einem etwas niedrigeren, aber immer noch sommerlichem Niveau. Doch
bereits ab dem 12. zeigte uns der August, was noch möglich ist. Mit
Werten weit über 30°C legte der Sommer ab dem 17. nochmals so richtig
los. Mit einem Maximalwert von 35.6°C am 20. erreichten wir fast die
Rekordtemperatur des August 2003, der 36.3°C aufzuweisen hatte. Diese
Hitzeperiode bei relativ starker Schwüle machte Menschen mit
Kreislaufproblemen durchaus zu schaffen. Erst massiver Niederschlag am
24. senkte die Temperaturen vorübergehend auf übliche und erträgliche
Werte. Hochsommerlich (ausgenommen die beiden letzten Tage) ging der
Monat zu Ende.
Insgesamt betrachtet war der August ein heißer Sommermonat mit ungleichmäßig verteilten Niederschlägen und ausreichend Sonnenschein. |
| September | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der
Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 14,3°C nahezu im Schnitt (normal 14,4°C). Es gab 14 warme Tage (normal 13), 5 Sommertage (normal 3) und keinen kalten Tag (normal einen) Das Tagesmaximum von 29,2°C wurde am 10. um 14 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 2,2°C am 20. um 7 Uhr 15. Der Luftdruck bewegte sich, ausgenommen das letzte Monatsdrittel, überwiegend im Hochdruckbereich und wies einen Schnitt von 1014,9 hPa auf. Erwähnenswert: |
Die
Niederschlagsmenge lag mit 37,2 l/m² markant
unter dem Schnitt (nur 61% des üblichen Wertes).
Den höchsten Tageswert mit
16,2 Litern erzielten wir am 27. - bei bei einem
Starkregen zwischen 2 Uhr und 5 Uhr. Mit 13 Niederschlagstagen lagen wir exakt im Schnitt. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 11. um 17 Uhr 20 mit 54,7 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,1 km/h im Normalbereich. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus Nordwest. Interessant am Rande: Das erste Monatsdrittel zeigte sich überaus
trocken. Bis zum 10. war gerade mal ein Liter Regen
gefallen und auch zur Monatsmitte waren erst 4 l/m²
erreicht. Das machte sich am niedrigen Wasserstand von
Wörnitz und Donau (62cm) bemerkbar. Erst gegen
Monatsende konnte das Defizit durch einen stärkeren
Niederschlag am 27. etwas verringert werden. |
Der meteorologische
Herbstanfang gestaltete sich etwas kühl und mit leichtem Niederschlag.
Doch bereits ab dem 3. erreichte das Thermometer sommerliche Werte,
allerdings bei recht geringem Sonnenschein. Doch ab dem 7. bescherte uns
das kräftige Hoch „Dennis" ganztägigen Sonnenschein bei Werten
von 25°C und mehr. Die größte Steigerung konnten wir am 10. mit einem
Maximum von 29,2°C genießen. Am 11. deutete sich gegen Abend ein
massiver Wandel an. Ein Gewitter zog nördlich an Donauwörth vorbei,
doch wir bekamen nur minimalen Niederschlag, jedoch heftigen Sturm zu
verspüren. Aber dann erfolgte am 12. der erwartete Temperatursturz von
29 Grad auf nur noch 15 Grad. Diese merkliche Abkühlung hielt bei vor
allem recht kalten Nächten (am 14. nur 2,6 Grad) bis zum 15. an. Danach
ging es mit den Temperaturen wieder bergauf und es gipfelte in einem
erneuten Sommertag am 18. Dass es so nicht weitergehen konnte, erlebten
wir am 19. Die Temperatur sank erneut stark ab und dringend nötiger
Regen fiel, wenn auch immer noch nicht in ausreichender Menge. Das
Monatsende klang mit herbstlichen Temperaturwerten aus. Insgesamt betrachtet war der September bei erheblichem Niederschlagsmangel eher sommerlich geprägt und zeigte sich erst im letzten Drittel herbstlich. |
| Oktober | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 8,8°C deutlich unter dem Schnitt (normal 9,7°C). Es gab noch 2 warme Tage (genau im Schnitt), 8 kalte Tage (normal 6) und 4 Frosttage (normal 3) Das Tagesmaximum von 22,9°C wurde am 6. um 15 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -2,4°C am 29. um 8 Uhr 45. Der Luftdruck bewegte sich bis zum 23. häufig im Hochdruckbereich. Erst ab dem 23. trat ein massiver Druckabfall auf. (Monatsschnitt: 1013,1 hPa) Erwähnenswert: Der Monat wies große Temperaturschwankungen auf, vor allem zwischen Monatsanfang und Ende Nach einer langen Durststrecke vom 7. bis zum 16. brachte ab dem 17. das Hoch „Kourosh“ sogar einen Hauch von Sommer zurück. Allerdings konnten wir Temperaturen von 26,9 Grad wie auf dem Hohen Peißenberg nicht erzielen. Schade nur, dass Dauernebel ab dem 20. ein Andauern des Altweibersommers bei uns zunichte machte und die niedrigen Temperaturen der letzten Tage den Schnitt massiv drückten. In den beiden ersten Monatsdritteln konnte man mit der Sonnenscheindauer einigermaßen zufrieden sein. Leider wurden uns dann ab dem 20. fast 5 Tage in Folge ohne jeglichen Sonnenschein zugemutet. Dies verschlechterte die Bilanz des Monats deutlich. So fiel das Ergebnis gemischt aus: 10 Tagen ohne Sonnenschein standen wenigstens 7 Tage mit 6 Stunden Sonne oder etwas mehr gegenüber. Dennoch konnte mit 89 Stunden das Soll von 104 Stunden nicht erreicht werden. |
Die Niederschlagsmenge lag mit 51 l/m² unter dem Schnitt (nur 89% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 14,6 Litern erzielten wir am 12. - bei bei einem Starkregen um 16 Uhr 30- Mit 16 Niederschlagstagen lagen minimal über dem Schnitt (normal 14). Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 4. um 14 Uhr 20 mit 37 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) |
Nach einem etwas trüben Oktoberstart konnten wir den Tag der Deutschen Einheit bei meist strahlendem Sonnenschein feiern. Auch danach ging es bis zum 6. bei viel Sonne mit spätsommerlichen Temperaturen weiter. Danach erfolgte allerdings ein massiver Wandel. Erzielten wir tags zuvor noch nahezu 23°C, sank die Temperatur im Verlauf des 7. bei Regen vorübergehend auf 10°C ab. Dieses niedrigere und in den Folgetagen für die Jahreszeit fast zu niedrige Temperaturniveau blieb uns (Tiefpunkt am 15.) bis zum 16. erhalten. Doch dann kam das, was man immer wieder als „goldenen Oktober“ bezeichnet. Bei nach Nebelauflösung ganztägigem Sonnenschein war Aktivitäten in der freien Natur keine Grenzen gesetzt. Leider beendete ganztägiger Nebel ab dem 20. die Freude am bunten Laub und diese ungute Lage hielt bis zum 24. an. Ein massiver Wetterwandel vollzog sich am 27. Nach extremem Luftdruckabfall gelangte Kaltluft aus dem Norden zu uns. Ein überraschender Wintereinbruch war die Folge, der in seinem Geleit den ersten Frost und Schneefall mit sich brachte. |
| November | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
| Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 5,3°C erheblich über dem Schnitt (normal 4,1°C). Es gab 22 kalte Tage (normal 23), nur einen Frosttag (normal 10) und keinen Eistag (normal 2). Das Tagesmaximum von 17,4°C wurde am 3. um 14 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -3,3°C am 30. um 23 Uhr 40. Der Luftdruck wies eine große Schwankungsbreite auf: von sehr niedrigen 989 hPa bis zu 1032 hPa bei einem Schnitt von 1013,3 hPa. Erwähnenswert: Der Monat zeigte sich zunächst überaus mild. Vom 1. bis 15. lagen die Temperaturen durchgehend über dem Schnitt. Erstaunlich auch, dass im ganzen Monat nur ein einziger Frosttag auftrat. Man muss schon bis 2002 zurückgehen, um einen November mit so wenig Frosttagen zu finden. Obwohl uns der übliche Novembernebel zu schaffen machte (13 Nebeltage anstatt normal 9), war die Sonnenausbeute gar nicht so schlecht. 7 Tage mit 4 Stunden Sonne oder mehr konnten sich sehen lassen. Dennoch schlugen 17 Tage, die völlig ohne Sonnenschein waren, auf's Gemüt. Nichtsdestotrotz wurde das Soll von 46 Stunden exakt erreicht. |
Die Niederschlagsmenge lag mit 99,2 l/m² erheblich über dem Schnitt (76% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 30,8 Litern erzielten wir am 29. - bei Regen und Schneefall ab 0 Uhr. Mit 20 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 14), wobei 6 Tage nur durch Nebelnässen zustande kamen. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 7. um 7 Uhr 55 mit 37 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) . Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,7 km/h im Normalbereich. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus Südost. Interessant am Rande: |
Der Monat begann mit einem für November recht angenehmen Start und am 3. stieg das Thermometer bei längerem Sonnenschein auf erstaunliche 17 Grad. In den Abendstunden des 4. setzte allerdings heftiger Regen ein, der sich am 5. bis in die Morgenstunden fortsetzte. Nach Nebelauflösung am 9. erwartete uns noch ein leidlich erfreulicher Spätherbsttag. Danach gewann allerdings für drei Tage graues, regnerisches Novemberwetter die Oberhand. Doch am 13. bescherte uns massiver Luftdruckanstieg wolkenlosen Himmel und für die Jahreszeit angenehme 10 Grad. Obwohl diese Hochdrucklage anhielt, konnten wir in den Folgetagen nicht davon profitieren, da zäher Hochnebel einen Temperaturanstieg wie im südlichen Bayern verhinderte. Erst am 18. lichtete sich der Nebel und wir konnten wenigsten zwei Stunden lang mal wieder die Sonne sehen. Doch nach dieser Eintagsfliege ging es bis zum 24. gewohnt düster weiter. Da war es sehr wohltuend, als am 25. die Temperatur auf fast 14 Grad stieg und uns nahezu 3 Stunden Sonnenschein beschert wurde. Stark fallender Luftdruck am Monatsende kündigte es an: am 29. setzte der erste Schneefall dieses Monats ein. Da es sich um extremen Nassschnee handelte, traten erhebliche Probleme auf den Straßen auf, auch durch die Last, die auf Bäumen lag und sie vielerorts umstürzen ließ. Insgesamt betrachtet war der Monat in der ersten Hälfte überraschend mild und niederschlagsreich, in der zweiten Hälfte eher trüb und etwas kühler. |
| Dezember | ||
| Temperatur/Luftdruck | Niederschlag/Wind | Gesamteindruck |
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Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,0°C unter dem Schnitt (normal 1,3°C). Es gab 27 kalte Tage (normal 29), 18 Frosttage (normal 18) und 7 Eistage (normal 7). Das Tagesmaximum von 13,8 °C wurde am 25. um 14 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -14°C am 13. um 8 Uhr 20. Der Luftdruck wies große Schwankungen auf und lag im Schnitt bei 1013,2 hPa. |
Die Niederschlagsmenge lag mit 106,6 l/m² beträchtlich über dem Schnitt (81% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 13,8 Litern erzielten wir am 27. - bei Regenschauern zwischen 11 Uhr und 24 Uhr. Mit 22 Niederschlagstagen lagen wir erheblich über dem Schnitt (normal 15). Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27. um 19 Uhr 30 mit 52 km/h gemessen. (windgeschützte Lage) Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,3 km/h recht hoch. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus westlichen Richtungen. |
Der meteorologische Winteranfang stellte sich pünktlich am ersten mit Nebel und Frost ein. Auch Schneefall ließ in den Folgetagen nicht lange auf sich warten. In der Nacht zum 7. klarte es auf und die Temperaturen sanken am 9. auf fast -12 Grad. Stark fallender Luftdruck brachte uns in der Nacht des 10. eine erhebliche Menge Neuschnee. Dieser Schneefall setzte sich auch in den nächsten Tagen fort und wir konnten uns an einer herrlichen Winterlandschaft erfreuen, wenn auch ohne Sonnenschein. Weniger erfreulich war es für die Autofahrer, da es zu erheblichen Behinderungen und Unfällen führte. |
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